31. August 2017
31.08.2017
40 Años

Bildungsexpertin soll neue Tourismusministerin auf Mallorca werden

Nach dem Rücktritt von Biel Barceló zeichnet sich eine Einigung im regierenden Linksbündnis ab: Més per Mallorca beharrt auf Bel Busquets

01.09.2017 | 11:46
Bel Busquets.

Doppelte Tarife 2018

  • Fünf-Sterne- und Vier-Sterne-Superior-Hotels: 4 Euro (Nebensaison 2 Euro)
  • Vier-Sterne- und Drei-Sterne-Superior-Hotels: 3 Euro (Nebensaison 1,50 Euro)
  • Ein- bis Drei-Sterne-Hotels: 2 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Ferienapartments (vier Schlüssel): 4 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Ferienapartments (drei Schlüssel Superior): 3 Euro (Nebensaison: 1,50 Euro)
  • Ferienapartments (ein bis drei Schlüssel): 2 Euro (Nebensaison: 1 Euro)
  • An Urlauber vermietete Privatwohnungen und Fincas: 2 Euro (Nebensaison: 1 Euro)
  • Landhotels: 2 Euro (Nebensaison: 1 Euro)
  • Hostals, Pensionen und Campingplätze: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Herbergen: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Kreuzfahrtschiffe: 2 Euro (Nebensaison: 1 Euro)
  • jeweils zzgl. 10 Prozent Mehrwertsteuer (IVA)

Die Generalsekretärin der linksnationalistischen Partei PSM, Bel Busquets, soll neue Vizepräsidentin und Tourismusministerin auf Mallorca werden und damit die Nachfolge des zurückgetretenen Biel Barceló antreten. Das zeichnet sich nach Krisensitzungen am Freitag und Samstag (15./16.12.) ab. Die offizielle Einigung zwischen Sozialisten und Més per Mallorca, die gemeinsam die Linksregierung auf den Balearen bilden, sollte nach Informationen der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" am Sonntag erfolgen.

Barceló war wegen des Skandals um eine Karibik-Reise, die ihm der Tourismuskonzern Globalia gezahlt haben soll, am Mittwochabend zurückgetreten. Um das Kräfteverhaltnis zwischen den beiden Koalitionsparteien zu wahren, soll das Amt des Vizepräsidenten und Tourismusministers in den Händen von Juniorpartner Mes per Mallorca bleiben, einem linksökologischen Parteienverbund aus der PSM und der Grünen-Partei Iniciativa Verds. Die von Més vorgeschlagene Busquets stieß bei der sozialistischen Ministerpräsidentin Francina Armengol jedoch auf Widerstand - Armengol forderte laut "Diario de Mallorca" für das Amt des Tourismusministers eine Person mit stärker fachlichem als politischem Profil. Trotz der fehlenden Einigung präsentierte sich Busquets bereits am Freitag der Presse als künftige Vizepräsidentin.

Busquets (Palma, 1973) arbeitete nach dem Studium der katalanischen Philologie als Lehrerin und Schuldirektorin. Anfang 2016 wurde sie zur Generalsekretärin der linksnationalistischen PSM innerhalb des Parteienverbunds Més per Mallorca gewählt. Dem Balearen-Parlament gehört sie seit 2015 an, wo sie den Kommissionen für Bildung und Gesundheit vorsitzt.

Barceló zog mit seinem Rücktritt am Mittwoch (13.12.) die Konsequenzen aus einer Karibik-Reise, die ihm der Tourismuskonzern Globalia finanziert haben soll, in jedem Fall nicht vom Minister selbst gezahlt wurde. Dieser räumte inzwischen ein, dass sein Verbleib im Amt zur Belastungsprobe für die Linksregierung geworden wäre, zumal es bereits zuvor Rücktrittsforderungen gab. Barceló hatte unter anderem die im vergangenen Jahr in Kraft getretene Touristensteuer sowie das neue Regelwerk zur Ferienvermietung verantwortet.    /ff

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