12. Januar 2018
12.01.2018
40 Años

Gewalttat in Costa d'en Blanes: Junger Mann gesteht Mord an Stiefvater auf Mallorca

Der geständige Täter hatte bei dem Angriff am Donnerstagabend (11.1.) auch seine Mutter lebensgefährlich verletzt

28.01.2018 | 13:08
Der Guardia Civil bot sich ein schrecklicher Anblick.

Neue Details zur tödlichen Familientragödie, die am Freitag Mallorca erschütterte. Der von der Polizei am Donnerstagabend (11.1.) am Tatort in Costa d'en Blanes festgenommene 27-Jährige hatte seinen 61-jährigen Stiefvater mit 30 Stichen von drei verschiedenen Messern ermordet. Auch die Mutter des Täters erlitt Stichwunden im Bauch. Der Zustand der 46-Jährigen ist weiter kritisch.

Nachbarn fanden den Stiefvater mit dem Täter im Garten kämpfend vor und alarmierten die Polizei. In der Zwischenzeit rief auch der 27-Jährige beim Notruf an und sagte, dass er zwei Leichen im Haus gefunden habe. Wenig später gestand er die Tat.

Die Polizei traf gegen 21.30 Uhr am Tatort ein. Anscheinend waren mehrere Räume des Hauses in der Gemeinde Calvià im Südwesten der Insel mit Blut verschmiert. Die Mutter konnte lebend, aber schwerverletzt ins Krankenhaus Son Espases eingeliefert werden. Wegen der Stichwunden im Bauchbereich hatte sie viel Blut verloren. Ihr Zustand ist lebensbedrohlich. Ihr Lebensgefährte war bereits verstorben.

Der junge Mann befand sich beim Eintreffen der Polizei unbewaffnet im Haus und wurde festgenommen. Es handelt sich um eine bei der Polizei als gewalttätig bekannte Person.

Der 27-Jährige ist der Sohn eines russischen Soldaten und einer ukrainischen Mutter. Bereits 2013 wurde der Mann wegen eines Raubüberfalls in Magaluf festgenommen. Zwei Jahre später musste die Polizei wegen eines gewalttätigen Familienstreits anrücken und den Sohn in Gewahrsam nehmen. Bis 2016 durfte er sich deshalb seiner Mutter und ihrem neuen Lebensgefährten nicht nähern.

Der Verstorbene hatte bereits geahnt, dass es zu einem Angriff kommen könnten. "Das endet nicht gut", hatte er zu seinen Freunden gesagt. "Der Junge wollte nicht arbeiten, lebte wie ein König und war aggressiv", beschrieben die Freunde den Täter. Zudem habe er viel Alkohol und Marihuana konsumiert. Es ist möglich, dass er die Tat unter Drogeneinfluss verübte. Die Beamten vermuten auch ein psychische Störung. Er wurde am Samstagmorgen (13.1.) ins Gerichtsgebäude in Palma de Mallorca gebracht.

Ein Psychologe hat am Samstag (13.1.) keine Anzeichen einer psychischen Störung feststellen können. Der Täter sagte bereits vor dem Richter aus und gestand erneut die Tat. Er sei auf seine Mutter losgegangen, nachdem sie ihm vorgeworfen hatte, faul zu sein. Als die Mutter und der Stiefvater schwer verwundet am Boden lagen, stellte der 27-Jährige fest, dass sie noch lebten. Daher holte er das nächste Messer und stach erneut auf die Opfer ein. /tg/jk/rp

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