29. Mai 2018
29.05.2018

Deutscher rettet zwei kleine Mädchen aus dem Meer vor Mallorca

Die beiden Kinder waren nicht älter als 10 Jahre und trieben bei Son Serra auf einem Softboard aufs Meer hinaus

29.05.2018 | 11:52
Gefährliche Idylle: Son Serra Marina

Seit 10 Jahren verbringen Peter Rütz (57) und seine Frau Michaela (54) ihren Mallorca-Urlaub in Son Serra de Marina. "Es ist so schön ruhig hier, eigentlich passiert nicht viel", sagt Peter Rütz der MZ am Telefon. Sein Bruder Rudolf hatte sich bei der MZ-Redaktion gemeldet, nachdem Peter Rütz ihm von einer haarsträubenden Geschichte erzählt hatte, die ihm Montag (28.5.) passiert ist.

Der technische Mitarbeiter an der Hochschule in Düsseldorf sah von seinem Ferienhaus am Strand, wie zwei Mädchen in Richtung offenes Meer trieben. "Die saßen auf so einem blauen Softboard, das man hier überall am Strand kaufen kann. Wir hatten böige, ablandige Winde und sie waren schon ganz schön weit draußen. Ihre Eltern konnte ich nirgendwo entdecken."

Der ehemalige DLRG-Rettungsschwimmer überlegte nicht lange, er ging ins Wasser und schwamm zu den beiden Mädchen raus. "Die hatten zwar ein Paddel dabei, wirkten auf mich aber schon zu müde, um zurück zum Strand zu paddeln." Nach gut 300 Metern erreichte er die Kinder und fragte, wo deren Eltern seien. Man habe sich am Strand verabredet, antworteten sie ihm auf Deutsch. "Dass sie in Gefahr waren, hatte die Kinder gar nicht realisiert. Sie kamen mit dem Board nicht weiter und wollten gerade zurückschwimmen. Bei der Strömung und dem Wind eine ganz schön weite Strecke für die Mädchen", sagt Peter Rütz.

Als er ihr Board kurz losgelassen habe und sie sofort ein paar Meter weit von ihm abgetrieben wurden, stimmten die Kinder zu, dass Peter Rütz sie an den Strand zurückschleppt. "Ich habe zu ihnen gesagt, ihr müsst jetzt auf mich hören." Die Strecke zurück war selbst für den geübten Schwimmer nicht einfach. "Meine Frau hat am Strand mit einem Longboard gewartet, falls ich in Schwierigkeiten geraten sollte."

Am Strand angelangt, empfing die Mutter der Kinder ihre Schützlinge. "Sie hat kurz Danke gesagt und ist sofort verschwunden. Ich glaube nicht, dass sie gemerkt hat, in welcher Gefahr die Kinder waren. Man sollte die Strömung im Meer nie unterschätzen. Vor allem nicht, wenn dazu ein böiger, ablandiger Wind weht", warnt der ehemalige Rettungsschwimmer.

Achtung: gefährliche Stömungen!

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