19. Juni 2018
19.06.2018
40 Años

Bald soll Schluss sein mit Saufgelagen an den Stränden von Cala Ratjada

Betrunkene, die nackt im öffentlichen Springbrunnen baden, Massenschlägereien, Trinkgelage an der Cala Agulla - nach mehreren unschönen Ereignissen will das Rathaus hart durchgreifen

20.06.2018 | 17:26
Der Konsum von Alkohol an der Cala Agulla soll bald nur noch in unmittelbarer Nähe der Strandbuden erlaubt sein

Das Rathaus von Capdepera im Nordosten von Mallorca will den Trinktourismus in seine Schranken weisen. Wie eine Sprecherin der Gemeinde der MZ bestätigte, soll vor allem an den Stränden in Cala Ratjada härter durchgegriffen werden.

"Die Regierung im Rathaus will erreichen, dass der Konsum von Alkohol an den Stränden verboten wird", heißt es. Alkoholische Getränke mitzubringen solle verboten werden. "Wir streben an, dass nur noch im unmittelbaren Umfeld der Strandbuden Alkohol gekauft und getrunken werden darf", so die Sprecherin weiter. Cocktails oder Bier wie bisher am Chiringuito zu erwerben und dann mit aufs eigene Handtuch zu nehmen, sei dann keine Option mehr.

In den kommenden Tagen wolle die PSOE-geführte Regierung im Rathaus ein Treffen mit den Oppositionsparteien im Gemeinderat einberufen, um über eine Änderung der Gemeindeordnung abzustimmen. "Wenn alle zustimmen, könnte sie zu Beginn der Touristensaison 2019 in Kraft treten", so Martín. In diesem Jahr sei "die schlimmste Phase" ohnehin schon vorüber. "Die Gruppen, die am meisten für Ärger sorgen, wie einige Fußballmannschaften, kommen immer zwischen Ende Mai und Ende Juni. Danach wird es erfahrungsgemäß ohnehin ruhiger."

Gleich mehrmals hatten Exzesse in Cala Ratjada in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen in der Inselpresse gesorgt. Anfang Juni hatte eine Gruppe betrunkener Urlauber am hellichten Tag nackt und grölend ein Bad in einem öffentlichen Springbrunnen mitten im Ort genommen, wenig später hatte ein Video einer Massenschlägerei für Aufsehen gesorgt. Im vergangenen Jahr hatten Umweltschützer mit einem erschreckenden Video auf die Zustände an der Cala Agulla am Pfingstwochenende aufmerksam gemacht.

"Wir wollen den Partytourismus nicht ausrotten", betonte Bürgermeister Rafel Fernández bereits mehrmals gegenüber der MZ. "Es kann aber nicht sein, dass andere Urlauber und Anwohner unter denjenigen leiden, die eskalieren." Eine gesunde Mischung aus feierfreudigen Urlaubern, Familien, Senioren und Sporttouristen sei auch weiterhin gewünscht. "Dann müssen aber auch alle ihren Teil dazu beitragen, dass diese Mischung funktioniert."

Trinken auf offener Straße ist in der Gemeinde ohnehin bereits verboten, auch die Mitnahme von Glasflaschen oder Musikanlagen an den Strand ist seit Jahren nicht mehr gestattet. Ruhe-  und Umweltstörungen an den Stränden werden auch jetzt bereits geahndet. "Aus personellen Gründen" seien aber in den vergangenen Wochen nicht ausreichend Ordnungshüter im Dienst gewesen, um jegliche Konflikte zu verhindern. Dies werde sich ab sofort aber ändern, da man wieder auf die volle Besetzung der Ortspolizei und der Strandwächter zählen könne. /somo

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