27. Juni 2018
27.06.2018

Hoteliers und Anwohner fordern Selbstverwaltung für Playa de Palma

Man fühle sich im Kampf gegen den Sauftourismus von den Behörden im Stich gelassen und wolle Steuergelder eigenständig verwalten, hieß es bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (27.6.)

29.06.2018 | 12:00
Fotogalerie: Neuer Look für die Strandkioske an der Playa de Palma

"Wir sind keine Kolonie. Wir werden aber beständig von den kommunalen Behörden im Stich gelassen. Die derzeitige Situation ist so gravierend, dass wir die Eigenverwaltung als Distrikt verlangen, um die 34 Prozent der Steuereinnahmen, die uns zustehen, selbst zu verwalten."

Mit dieser Botschaft haben sich am Mittwoch (27.6.) auf Mallorca Hoteliers und Anwohner der Playa de Palma zu Wort gemeldet, die sich vor einigen Monaten zur Initiative "Por una Playa de Palma cívica" (Für eine zivilisierte Playa de Palma) zusammengeschlossen hatten. Angesichts der besorgniserregenden Situation an der Playa de Palma in Folge des Sauftourismus wolle man gemeinsam eine grundlegende Änderung der Situation erreichen, berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diaro de Mallorca".

Als Beispiel nannten die Initiatoren den mangelnden Erfolg der Benimmregeln, die unter anderem Saufgelage unter Strafe stellen. "Es ist derzeit schlimmer als im vergangenen Jahr. Wir haben unsere Hausaufgaben mit Investitionen in Millionenhöhe in den Hotels gemacht. Aber die Gemeinde hat ihre Versprechen nicht eingehalten", schimpfte der Vizepräsident der Hoteliersvereinigung an der Playa de Palma, José Antonio Fernández Alarcón. "Wir sind eine Lachnummer in Deutschland. Die Urlauber, die hierherkommen, um sich zu besaufen, müssen verbannt werden. Sie müssen festgenommen und bestraft werden. Wie kann es sein, dass man die Situation an einer vier Kilometer langen Promenade nicht in den Griff bekommt?"

Ähnlich äußerten sich die Sprecher der betroffenen Anwohnerverbände. Nun werde man Unterschriften sammeln, um den Rückhalt der Initiative bei Anwohnern, Angestellten, Hoteliers und Gewerkschaften zu demonstrieren.

Zuletzt hatte die Ortspolizei wieder Knöllchen verteilt, an Einzelhändler, die nachts Alkohol verkauften, sowie an Urlauber unter anderem wegen Saufgelagen. Die Gemeinde Palma de Mallorca wird die Benimmregeln überarbeiten, das Vorhaben verzögert sich aber. Die Playa de Palma gehört zum größten der zum Stadtbezirk Palma, am östlichen Ende zur Gemeinde Llucmajor.   /ff

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