21. Juli 2018
21.07.2018

"Open Arms" mit geretteter Frau und Leichen der Flüchtlinge erreicht Mallorca

Während die 40-Jährige ärztlich Betreut wird, hat die Hilfsorganisation in Palma Anzeige erstellt

21.07.2018 | 09:56
Palma de Mallorca nimmt die Rettungsboote von "Open Arms" auf.

Die beiden Schiffe der Rettungsorganisation "Open Arms" haben am Samstagmorgen (21.7.) Palma de Mallorca erreicht. Die "Open Arms" und die "Astral" liefen um 8.58 Uhr im Hafen ein. Mit an Bord sind eine gerettet Frau und die Leichen von zwei Flüchtlingen.

Das Schiff "Open Arms" wurde von der Guardia Civil zum Dique del Oeste eskortiert. Die "Astral" dockte an der Mole für die Händler an.

Ein Arzt ist mit einer Krankenschwester an Bord gegangen, um die gerettete 40-jährige Frau zu untersuchen. Auf das medizinische Personal folgte ein Psychologe vom Roten Kreuz, ein Übersetzer und Beamte der Policía Nacional, die die Daten der Kamerunerin aufnehmen und eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung ausstellen.

Dann konnte die 40-Jährige in ein Krankenhaus verlegt werden. Ein Gericht wird entscheiden, was mit den Leichen einer weiteren Frau und eines Kindes geschieht.

Sprecher von "Open Arms" haben am Freitag (20.7.) gesagt, dass sich die 40-Jährige "Schritt für Schritt erholt, wenngleich sie noch sehr schwach ist."

Die "Astral" war zuvor auf die Reste eines Flüchtlingsbootes im Mittelmeer gestoßen und fanden die Frau, die sich zwei Tage lang an ein Stück Holz klammerte. Sie litt unter starker Unterkühlung.

Die Organisation wirft libyschen Sicherheitskräften vor, das Boot zerstört zu haben. Italien hatte abgelehnt, dass die Leichen dort an Land gebracht werden könnten.

Während die 40-jährige Kamerunerin mittlerweile im Krankenhaus behandelt wird, hat "Open Arms" Anzeige erstellt. Das hat die Organisation bei einer Pressekonferenz in Palma de Mallorca verkündet. Sie werfen dem Kapitän eines Handelsschiffes, der lybischen Küstenwache und dem italienischen Staat unterlassene Hilfestellung und grausamen Mord vor. Bei der Pressekonferenz war auch der spanische NBA-Profi Marc Gasol anwesend. Der Basketballer unterstütz "Open Arms" und war bei der Rettungsmission an Bord. /rp

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