13. September 2018
13.09.2018

Die Motorworld Mallorca soll mehr als ein Ort für alte Autos werden

Noch befinden sich die Planungen für das Oldtimer-Zentrum in der früheren Coca-Cola-Fabrik im Anfangsstadium. Bürgermeister Toni Noguera meldet seine Wünsche an

13.09.2018 | 13:11
Existiert bisher nur auf dem Papier: Die Motorworld Mallorca soll ab dem kommenden Jahr an der Flughafen-Autobahn entstehen.

Ohne Eile wird zurzeit an der Eröffnung einer Motorworld-Filiale auf Mallorca geköchelt. Die deutsche Gruppe, die bereits zwei Niederlassungen in Deutschland betreibt, hat von der Stadt Palma noch ein paar Auflagen bekommen. „Wir stehen in sehr engem und konstruktivem Kontakt mit dem Bürgermeister, und bei jedem Treffen kommen wir einen Schritt voran", so Geschäftsführer Mathias Buttkus gegenüber der MZ. Wann Eröffnung gefeiert werden könne, sei noch unklar.

Bürgermeister Toni Noguera will vor der Erteilung der Baugenehmigungen für das OIdtimerzentrum in der ehemaligen Coca-Cola-Fabrik an der Flughafen-Autobahn klarstellen, dass etwa der Charakter der Fabrik erhalten bleibt und dass sich das Zentrum in seine Umgebung einfügt. Hier sehen die deutschen Betreiber der Motorworld keine Schwierigkeiten, wie Buttkus sagt: „Das ist voll in unserem Sinne. Wir wollen die Historie des Gebäudes erzählen und sind begeistert von der Stahlkonstruktion, die wir vorgefunden haben." Bereits die beiden bestehenden Komplexe in Stuttgart und Köln wurden in stillgelegten Flughäfen errichtet.

Dennoch werde man auf Mallorca das ein oder andere verändern. So müsse beispielsweise das Asbestdach schnellstens verschwinden, auf dem neuen Dach sollen Fotovoltaik­anlagen angebracht werden. Auch hier sind sich Noguera und die künftigen Betreiber einig. Der Bürgermeister hätte am liebsten eine vollständige Eigen-Energieversorgung. Buttkus sagt: „Wir haben in Deutschland eine eigene Gesellschaft, die sich um die Energiefrage kümmert. Auch wir sähen es am liebsten, wir wären zu 100 Prozent eigenständig."

Ein weiteres Anliegen von Noguera ist, dass das Zentrum zu Fuß und per Rad aus dem nahe gelegenen Stadtteil Coll den Rabassa leicht zu erreichen sein muss. Auf diese Weise soll dafür gesorgt werden, dass die Besucher der Motorworld nicht alle selbst mit dem Auto kommen, was auf der ohnehin chronisch verstopften Flughafen-Autobahn für weitere Verkehrsprobleme sorgen würde. Buttkus stimmt zu: „Es ist doch in unserem ureigensten Interesse, dass die Besucher bequem ans Ziel kommen, unter anderem auch mit dem Bus."

Abschließend ist Noguera wichtig, dass die Motorworld ein Beispiel für den Wandel weg vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor sein soll. Buttkus: „Ich finde es toll, dass es auf den Balearen einen Zeitplan gibt, bis wann es keine Verbrennungsmotoren mehr geben soll. Wir stehen voll hinter diesem Vorhaben." Man dürfe die Motorworld nicht als reine Anlaufstelle für Autos mit Verbrennungsmotor sehen, sondern vielmehr als Zentrum für Mobilität, in dem Elektroautos in Zukunft eine große Bedeutung bekommen sollen. Buttkus schwebt auch ein Platz für das Fahrrad vor – „auf einer Radinsel wie Mallorca". So könne man sich vorstellen, Touren anzubieten, Schulungen abzuhalten oder auch Kongresse zu den Themen Radsport oder Elektromobilität.

Baubeginn für die Motorworld Mallorca soll im kommenden Jahr sein. Genauer will sich Buttkus noch nicht festlegen. Die Motorworld soll auf über 80.000 Quadratmeter entstehen. Oldtimerbesitzer sollen dort ihre Fahrzeuge in Glaskästen mit optimalen Konservierungsbedingungen ausstellen können. Außerdem wollen die Initiatoren dort auch Fahrzeuge verkaufen, Werkstätten einrichten und Imbissstände anbieten. In Palma sollen rund 200 Arbeitsplätze entstehen, Investitionen im zweistelligen Millionenbereich sind geplant. Die Investoren hatten die ehemalige Coca-Cola-Fabrik im vergangenen Jahr gekauft.

Die deutsche Motorworld Group hatte bereits vor drei Jahren ein Auge auf die Insel geworfen. Eigentlich hatten sich die Investoren in das alte Gefängnis an der Stadtausfahrt von Palma an der Landstraße nach Sóller verguckt. Hier soll nun aber ein Kultur- und Künstler­zentrum entstehen.

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