30. Oktober 2018
30.10.2018
Mallorca Zeitung

Balearen-Haushalt für 2019 so hoch wie nie zuvor

450 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr kann die Balearen-Regierung im kommenden Jahr auf Mallorca und den Nachbarinseln verteilen - und hat schon Pläne, wohin das Geld fließen soll

30.10.2018 | 15:47
Auf eine gute Haushalts-Finanzierung: Mitglieder von PSIB, Podemos, Més und Pi vor dem Rathaus in Palma de Mallorca.

Die balearische Landesregierung wird im kommenden Jahr 450 Millionen Euro mehr ausgeben können als im Jahr 2018. Der Balearenhaushalt steigt auf 5,457 Milliarden Euro - mehr Geld, als Mallorca und den Nachbarinseln je zuvor zur Verfügung stand.

Voraussichtlich sollen von den zusätzlich zur Verfügung stehenden 450 Millionen Euro 241 Millionen in die Bereiche Gesundheit, Bildung, Sozialdienste, Beschäftigung und Wohnen fließen. Insgesamt haben die Regierenden vor, 3,076 Milliarden Euro in die Sozialpolitik zu stecken. Das beschloss der Regierungsrat am Montag (30.10.). In den kommenden Wochen soll der Beschluss im Parlament diskutiert werden.

Grund für den Anstieg des Balearen-Haushalts ist unter anderem, dass den Inseln mehr Geld vom spanischen Staat zugeteilt wird. Auch die sich positiv entwickelnde Inselwirtschaft trägt dazu bei.

Gewinner bei der Verteilung der Gelder dürfte das balearische Gesundheitsministerium sein, dessen Budget um 145 Millionen Euro und somit stärker als alle anderen Verwaltungsapparate steigen wird. Ihm stehen dann 1,726 Milliarden Euro zu - ein Drittel des gesamten Balearen-Haushalts. Wirtschaftsministerin Catalina Cladera rechtfertigte die Anhebung des Budgets im Gesundheitssektor mit dem Ziel, Rentner in Zukunft beim Medikamentenkauf finanziell unterstützen und Wartezeiten für Patienten verkürzen zu wollen.

In den Bildungssektor sollen zusätzliche 64 Millionen Euro fließen - unter anderem, um die Elternbeiträge für öffentliche Kindergärten und Kitas von Kindern unter sechs Jahren zu senken. Dem Bereich Wohnen sollen statt aktuell 24 Millionen bald 58 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Damit soll vor allem die wachsende Wohnungsnot und der Bedarf an mehr Sozialwohnungen gedeckt, sowie die Grunderwerbssteuer beim Kauf eines ersten Hauses im Wert von bis zu 200.000 Euro gesenkt werden. Zudem sollen 70 neue Stellen im öffentlichen Dienst eingerichtet werden. 989 Millionen Euro werden für die Deckung öffentlicher Schulden verwendet. /somo

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