05. Februar 2019
05.02.2019

Insolvenz bei Mallorca-Flieger Germania: Flugbetrieb eingestellt

Passagiere von Pauschalreisen sollen sich ans Reiseunternehmen wenden. Direktbucher werden es schwerer haben

05.02.2019 | 07:14
Nun beginnen die Spekulationen über die Zukunft des Personals und der Maschinen.

Germania ist pleite. Der Flugbetrieb ist eingestellt. Auch etliche Mallorca-Flüge sind betroffen. Die Fluggesellschaft meldete am Montag (4.5.) Insolvenz an, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstagmorgen (5.2.): "Der Flugbetrieb wird in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 2019 eingestellt", heißt es weiter. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Germania wurden informiert." Die Schweizer Germania Flug AG und die Bulgarian Eagle seien von diesem Schritt nicht betroffen.

Germania-Chef Karsten Balke bittet die Mitarbeiter und die betroffenen Passagiere um Entschuldigung: "Ganz besonders bedauern wir selbstverständlich die Auswirkungen, die dieser Schritt auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. Sie alle haben als Team stets ihr Bestes gegeben, um einen zuverlässigen und stabilen Flugbetrieb zu gewährleisten – auch in den angespannten Wochen, die hinter uns liegen. Ihnen allen danke ich ganz persönlich und von Herzen. Fluggäste, die ihren Germania-Flug nun nicht wie geplant antreten können, bitte ich um Entschuldigung."

Wer einen ausstehenden Germania-Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht hat, solle sich an seinen Reiseveranstalter wenden, um Ersatz zu fordern. Wer direkt bei Germania gekauft habe, werde es schwieriger haben. Germania teilt dazu mit, dass "aufgrund der gültigen Gesetzeslage bedauerlicherweise kein Anspruch auf Ersatzbeförderung" bestehe. Andere Airlines, wie Eurowings oder Condor, haben inzwischen ihre Hilfe angeboten und wollen gestrandete Germania-Passagiere zu vergünstigten Konditionen in die Heimat zurückbefördern.

Service: So geht es für Germania-Passagiere weiter

Finanzierungsbemühungen gescheitert

Germania hatte vor knapp einem Monat erklärt, dass man "aktuell mehrere Optionen einer Finanzierung" prüfe. Der "kurzfristige Liquiditätsbedarf" sollte damit gesichert werden. Wenige Tage später sprach Airline-Chef Karsten Balke davon, dass er eine wichtige Zusage über mehr als die benötigten 15 Millionen Euro bekommen habe.

All diese Schritten hätten am Ende nichts gebracht. "Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen", erklärt Balke. "Wir bedauern sehr, dass uns als Konsequenz daraus keine andere Möglichkeit als die der Insolvenzantragstellung blieb."

Im Geschäftsmodell vereint Germania die Bereiche Linien-, Charter- und Werksverkehr. Zusammen mit der Schweizer Germania Flug AG und der Bulgarian Eagle betrieb Germania zuletzt eine Flotte von 37 Flugzeugen.  /tg

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