12. März 2019
12.03.2019

Haftstrafe nach versuchter Bestechung von Polizisten auf Mallorca

Als Beamte den Mann mit Drogen erwischten, steckte er ihnen Geld in die Tasch

12.03.2019 | 12:33
Das Gerichtsgebäude in Palma de Mallorca.

Ganz so wie in schlechten Krimis geht es auf Mallorca dann doch nicht immer zu. Wegen Dorgenbesitzes und des Versuchs, drei Polizisten in Palma de Mallorca zu bestechen, ist ein 23-jähriger Mann nun verurteilt worden. Der junge Mann gestand vor der Richterin, dass er Ende 2015 bei einer Polizeikontrolle versucht hatte, den Beamten Geld zuzustecken, damit sie verschweigen, dass sie ihn mit Drogen erwischt hatten. Bei der darauf folgenden Festnahme war er überdies gewalttätig geworden, schlug zwei Polizisten und verletzte dabei einen.

Der Vorfall ereignete sich am 20. Dezember 2015 gegen 8.30 Uhr. Eine Polizeikontrolle stoppte einen Pkw, in dem neben dem Fahrer - der nun Verurteilte - noch drei weitere Personen saßen. Die Beamten bemerkten einen starken Marihuana-Geruch. Bei einer Durchsuchung fanden die Polizisten Drogen.

Statt sich schuldig und reumütig zu zeigen, führte sich der 23-Jährige jedoch auf, als könne er über die Polizei bestimmen. Die Beamten sollten sich vorsehen, da sie nicht wüssten, mit wem sie es zu tun haben: "Ihr wisst wohl nicht, wen Ihr vor euch habt, ich bin der Sohn von La Paca, ich klopfe nur einmal auf den Stein und hole 40.000 Euro hervor. Mit einem Tag Arbeit zahl ich alle eure Gehälter auf einmal, Ihr armen Schlucker", sagte er zu den Polizisten.

Dann nahm er einen Bündel Geldscheine mit 420 Euro und steckte diese einem der Polizisten in die Jacke. "Können wir die Sache damit vergessen und jeder geht wieder seiner Wege?", fragte er die Polizisten. Diese nahmen den Mann jedoch fest und zeigten ihn wegen Drogenbesitz, versuchter Bestechung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung an.

Aufgrund des nun vor Gericht abgelegten Geständnisses wurde das Strafmaß von ursprünglich vier auf zwei Jahre Gefängnis herabgesetzt. Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren werden in Spanien für gewöhnlich auf Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich muss der Verurteilte eine Geldstrafe zahlen, in gemeinnützigen Projekten arbeiten und den verletzten Beamten mit 1.200 Euro Schmerzensgeld entschädigen.  /tg

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