16. Mai 2019
16.05.2019

Mord an der Playa: Ermittler auf Mallorca fahnden nach dem Sohn und dessen Freundin

Zeugen berichten, dass die Mutter vom 16-jährigen Sohn gefordert hatte, sich von der 17-jährigen Freundin zu trennen

16.05.2019 | 11:27
Siegel der Ermittler an der Haustür.

Nach der Ermordung einer 56-Jährigen an der Playa de Palma fahndet die Polizei auf Mallorca nach ihrem Sohn. Der 16-Jährige hatte seine Mutter zwar am Dienstag (14.5.) als vermisst gemeldet, war aber kurz darauf verschwunden. Nachbarn berichten, dass sie ihn zuletzt sahen, wie er kurz nach dem Besuch der Polizeiwache mit einem großen Rucksack das Haus in Arenal verlassen habe. Dabei sei er auffällig nett gewesen. Vermutet wird, dass der Jugendliche zusammen mit seiner Freundin geflüchtet ist - auch diese wird inzwischen vermisst. 

Der Mitbewohner der Frau hatte ihre Leiche in der Nacht auf Mittwoch (15.5.) in einer Truhe in der Garage des gemeinsamen Hauses gefunden, nachdem er von einer Reise zurückgekehrt war. Bei der Toten handelt es sich um eine Ecuadorianerin, die seit Sonntag (12.5.) als vermisst galt. Die Frau hatte sich mit Kollegen am Sonntagmorgen verabredet, um gemeinsam zur Arbeit zu fahren. Als sie nicht erschien, schalteten die Kollegen die Polizei ein. Die Leiche scheint bereits mehrere Tage in der Truhe gelegen zu haben und wies Spuren von Gewaltanwendung auf.

Eine Anwohnerin, die einen Parkplatz in der Garage gemietet hatte, berichtet gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca", dass die Garage am Freitag mit einem Fahrradschloss abgesperrt gewesen sei. "Ich klingelte an der Haustür, und der Sohn öffnete mir erst nach fünf Minuten. Er hatte Blut an der Nase." Er habe die Garage auf Anordnung seiner Mutter abgesperrt, weil sie sauber gemacht hätten, "das ergab überhaupt keinen Sinn". Daraufhin habe sie den Mitbewohner der Frau angerufen und ihn über das Geschehene unterrichtet.

Andere Zeugen erklärten inzwischen, dass die mutmaßlich Ermorderte Mutter ein schlechtes Verhältnis zur 17-jährigen Freundin des Sohnes gehabt haben soll. Die Mutter hatte geklagt, die Freundin hätte einen schlechten Einfluss auf ihren Sohn. Die nun Verstorbene soll ihrem Sohn gedroht haben, dass sie ihn zurück nach Ecuador schicken würde, sollte er sich nicht von der Freundin trennen. Die Ermittler vermuten, dass das jugendliche Paar nun gemeinsam geflüchtet ist.  /ff

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