20. Mai 2019
20.05.2019

Anwohner an der Playa de Palma auf Mallorca fordern Streetworker, die für Ordnung sorgen

Die neue Einheit der Stadt müsse Urlauber, die sich daneben benehmen, auf ihre Pflichten hinweisen, so der Sprecher der Anwohnervereinigung

20.05.2019 | 11:50
Video: Das sind die neuen Benimmregeln am Ballermann

Uniformierte Streetworker sollen an der Playa de Palma auf Mallorca für Ruhe und Ordnung sorgen. Das zumindest fordern die in der "Initiative für eine zivilisierte Playa de Palma" (Playa de Palma Cívica) zusammengeschlossenen Anwohner und Hoteliers von der Stadt Palma. Dabei soll es sich um Personen handeln, die Präsenz in der Urlaubermeile zeigen und Urlauber über die Benimmregeln aufklären, meint Biel Barceló, Vorsitzender der Anwohnervereinigung Ciutat de s'Arenal im Gespräch mit der MZ am Montag (20.5.).

"Uns geht es nicht darum, Leute zu bestrafen", so Barceló. Aber es sei wichtig, dass die Urlaubergruppen die Präsenz von Ordnungshütern spürten. Die Streetworker sollen dabei gar nicht befugt sein, Bußgelder zu verhängen, sondern lediglich aufklären. "Nur wenn es nötig ist, müssten sie halt die Ortspolizei einschalten", meint Barceló.

Hintergrund: Was die Mallorquiner vom Tourismus halten

Am vergangenen Wochenende habe er sich ein Bild vom Zustand der Playa de Palma verschafft, so Barceló. Noch sei es relativ ruhig, aber die ersten Gruppen, die "an der Playa de Palma vor allem Spaß suchen", seien wieder unterwegs. Mit seinen Mitstreitern haber er mit vielen Urlaubern geredet. "Gerade deutsche Urlauber wissen inzwischen, dass hier neue Regeln für das Zusammenleben eingeführt werden sollen", meint Barceló. "Aber wenn sie dann hier ankommen und kaum einen Polizisten sehen, denken sie, alles sei wie früher", beklagt sich der Sprecher der Anwohnervereinigung. Man hoffe darauf, dass ab Juni vermehrt Ortspolizisten eingesetzt werden.

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Positive Bilanz

Selbst wenn noch vieles im Argen liege an der Playa de Palma, zieht Barceló insgesamt eine positive Bilanz der vergangenen Jahre: "Wir sind auf einem guten Weg. Das Bewusstsein hat sich verändert. Anwohner sind sich der Tatsache bewusst, dass wir zu lange geschwiegen haben. Viele Urlauber wünschen sich einen ganz anderen Tourismus. Die Hoteliers werden gewahr, dass der Sauftourismus am Ende allen schadet. Und wir haben auch bei allen Parteien ein Bewusstsein entfacht. Egal wer in den kommenden Jahren regiert, glaube ich, dass wir auf dem Weg weitergehen." /tg

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