31. Mai 2019
31.05.2019

Verfahren gegen 60 Lokale an der Playa de Palma auf Mallorca

Die Ortspolizei inspiziert die Einhaltung der seit Anfang April geltenden Auflagen gegen den Sauftourismus

31.05.2019 | 13:45
Verfahren gegen 60 Lokale an der Playa de Palma auf Mallorca

Inspektoren der Ortspolizei von Palma de Mallorca haben Geldbußverfahren gegen 60 Lokale an der Playa de Palma eingeleitet. Der Vorwurf: Verstöße gegen Auflagen zur Bekämpfung des Sauftourismus, die seit Anfang April in vielen Straßen des Urlaubsgebiets gelten. Laut den Inspektoren haben 45 Lokale in unerlaubter Weise zum Alkoholkonsum aufgerufen. Zehn weiteren Lokalen wird vorgeworfen, vorgeschriebene Info-Plakate nicht aufgehängt zu haben, zwei weiteren, keine physische Sperre zur Straße errichtet zu haben. Und einem Lokal wird Werbung mit sexuellen Inhalten vorgeworfen, wie die Ortspolizei am Freitag (31.5.) per Facebook mitteilte. Auch die ersten Urlauber wurden abgestraft, wie ein Sprecher gegenüber der MZ bestätigte

Die Auflagen gelten seit 1. April. Die Stadt Palma hatte das Regelwerk bereits im November 2018 auf den Weg gebracht, im März schnürte die Koalition aus Linksparteien daraus ein Gesamtpaket namens „ZEIT" und verabschiedete es mit noch konkreteren Maßnahmen. „ZEIT" steht für „Zona d'Especial Interès Turístic" – ein Gebiet von besonderem touristischen Interesse im Stadtbezirk Palma. Die sieben Kilometer lange Playa de Palma gehört dazu, aber auch Cala Major, das Altstadtzentrum, die Partymeile Paseo Marítimo und Teile der Straße Joan Miró im Ausgehviertel von Gomila.

Besonders betroffen auf Mallorca ist die Schinkenstraße an der Playa de Palma. Die Lokale müssen eine physische Sperre zur Straße errichten, die weder übersprungen noch untergangen werden kann. Auf der Straße ist der Konsum von Alkohol und Essen vom 1. April bis zum 30. September untersagt. Nach den neuen Regeln gilt zum Beispiel der Verkauf von Alkohol an Minderjährige als leichter Verstoß, der zwischen 100 und 750 Euro kosten kann. Das lebens­gefährliche Herumklettern auf Balkonen ist ein schwerer Verstoß und kann zwischen 750 und 1.000 Euro kosten. Ein exzessives Gruppen-Trinkgelage am Strand, auf Plätzen oder ­Straßen (botellón) wird mit 1.500 bis 3.000 Euro als schweres Vergehen geahndet. Man werde die Kontrollen während der gesamten Hauptsaison fortsetzen, warnt die Polizei auf Facebook.

Video: Das sind die neuen Benimmregeln an der Playa de Palma

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