29. August 2019
29.08.2019

Palma holt bis zu 100 Tonnen Müll aus Sturzbach

Streit gibt es darüber, wer am Ende die Rechnung dafür bezahlen soll

29.08.2019 | 15:27
Sechs Lastwagenladungen waren nach dem ersten Tag bereits zusammengekommen.

Das war gerade noch rechtzeitig: Drei Tage, bevor am Dienstag (27.8.) die ersten heftigen Regenfälle seit über drei Monaten über der Insel niedergingen, hat die Stadt Palma damit begonnen, den Sturzbach Sa Riera von Schrott und Müll zu befreien. Die Arbeiten, die am Freitag (23.8.) starteten und nach ersten Schätzungen noch bis Mittwoch (4.9.) andauern könnten, haben inzwischen zwischen 75 und 100 Tonnen zu Tage gefördert, die dort teilweise seit Jahren lagerten. Die genaue Menge soll erst nach Abschluss der Arbeiten in den kommenden Tagen bekannt werden. Umweltschützer lobten die Stadt Palma für die Initiative, die vermeiden soll, dass große Mengen des Mülls durch die ­Regenfälle früher oder später im Meer landen.

Die Stadtwerke Emaya rückten mit einem Bagger und einem Lastwagen im Sturzbach an. Schon am ersten Tag der Reinigungsaktion kamen sechs Lastwagenladungen Müll zusammen, hauptsächlich Reifen, Matratzen, Kleidung und ausrangierte Haushaltsgeräte. Jede Lastwagenladung enthält zwischen drei und fünf Tonnen Abfall, mit mindestens elf ­Ladungen wird gerechnet.

Die für Infrastruktur zuständige Stadträtin Angélica Pastor sprach vor Ort von einer „bahnbrechenden und historischen" Aktion. Die Anwohner und Umweltschützer hatten sich seit geraumer Zeit über den Müll im Torrent de sa Riera beklagt und für den kommenden Samstag (31.8.) die Bevölkerung dazu aufgerufen, den Sturzbach eigenhändig zu säubern. Mehr als 20 Vereinigungen, darunter Nachbarschaftsverbände und Umweltschutzgruppen, wollten an dieser Aktion teilnehmen. Die Stadt kam dem nun zuvor.

Die Kosten werde man der für diese Arbeiten zuständigen Landesregierung in Rechnung stellen, erklärte Angélica Pastor. Dem widersprach am Mittwoch die zuständige Generaldirektorin im Umweltministerium, Joana Garau. Ihrer Meinung nach sind die Müllentsorgung und kleinere Ausbesserungsarbeiten in den Sturzbächen Sache der Stadt. Nur größere Arbeiten fielen in den Bereich der Landesregierung. Garau spricht sich für eine Vereinbarung zwischen Stadt und Regierung aus, in der die Zuständigkeiten künftig klar festgehalten werden sollen. /jk

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