02. September 2019
02.09.2019

Fähre rettet 18 Flüchtlinge und bringt sie nach Mallorca

Die Männer trieben vier Tage lang schiffbrüchig im Mittelmeer und wurden in den Hafen Port d'Alcúdia gebracht

02.09.2019 | 14:33
Die 'Méditerranée' ist ein Fährschiff der französischen Reederei Corsica Linea.

Das französische Fährschiff "Méditerranée" hat 18 Migranten gerettet, die auf einem Flüchtlingsboot südöstlich von Mallorca unterwegs waren. Das Schiff stieß bei seiner Fahrt am frühen Montagmorgen (2.9.) auf die Flüchtlinge und nahm sie an Bord. Die Menschen sind trotz tagelangem Schiffsbruch auf dem Mittelmeer bei guter Gesundheit. Die spanische Seenotrettung brachte sie zum nächstgelegenen Hafen in Port d'Alcúdia auf Mallorca. Von dort wurden sie zur Inselhauptstadt Palma gebracht, um die Personalien aufzunehmen und gegebenenfalls die Rückführung ins Heimatland anzuordnen.

Zunächst hatte die Besatzung eines Tankschiffs, der "Clyde Fisher", das Flüchtlingsboot entdeckt und die Position - 63 Seemeilen südöstlich von der Südspitze Mallorcas - an die Seenotrettung durchgegeben. Die Seenotrettung befahl die Rettung der Flüchtlinge. Die Besatzung des Öltankers kontaktierte den Kapitän der "Méditerranée", die sich ebenfalls in der Nähe befand und als Passagierschiff mehr Kapazitäten für die Aufnahme der Schiffsbrüchigen hatte.

Als Fährschiff war die "Méditerranée" in Algerien in See gestochen und befand sich auf dem Weg in Richtung der französischen Hafenstadt Marseille. Das Schiff nahm die Flüchtlinge an Bord und ließ sie von der spanischen Seenotrettung nach Mallorca bringen.

Der Salvamento Marítimo schickte das Rettungsboot "Saiph", um die Menschen vom Kreuzfahrtschiff aufzunehmen und so den Kapitän des großen Potts nicht dazu zwingen zu müssen, in Port d'Alcúdia anzulegen. Im Laufe des Montags trafen die Immigranten dort ein. Nach ersten Informationen sollen acht von ihnen minderjährig sein. Sie gaben an, von Algerien aus mit Ziel Mallorca in See gestochen zu sein. Der Motor fiel aus. Vier Tage lang trieben sie schiffbrüchig auf dem Mittelmeer. Bei einer ärztlichen Untersuchung wurden keine schweren Gesundheitsschäden festgestellt.

Zuletzt kamen wieder mehr Flüchtlingsboote auf den Balearen an, vor allem auf den Nachbarinseln von Mallorca. Seit Jahresbeginn wurden 14 "pateras" gezählt, zwei davon erreichten die Küste von Mallorca.  /jk /tg

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