12. Oktober 2019
12.10.2019

Thomas-Cook-Pleite: Zentralregierung unterstützt Balearen mit acht Millionen Euro

Madrid hat am Freitag (11.10.) das königliche Dekret mit den Hilfen verabschiedet

12.10.2019 | 10:16
Sorgt noch immer für viel Wirbel auf den Balearen: die Pleite von Thomas Cook.

Wie geplant hat die Zentralregierung in Madrid am Freitag (11.10.) das königliche Dekret verabschiedet, das nach der Pleite des Reiseriesen Thomas Cook finanzielle Hilfen für Mallorca und seine Nachbarinseln sowie für die Kanaren vorsieht. Im Fall der Balearen hat das Hilfspaket einen Umfang von acht Millionen Euro und beinhaltet einen Nachlass der Zahlungen an die Sozialversicherung für Saisonarbeiter aus der Tourismus- und Einzelhandelsbranche.

Nach Angaben des balearischen Tourismusministers Iago Negueruela muss die Zentralregierung noch konkret definieren, in welche Bereiche die acht Millionen Euro genau fließen. Klar ist aber, dass es vor allem um die Beibehaltung von Flugverbindungen sowie um den Ausbau der touristischen Qualität gehen soll.

Der Nachlass auf die Zahlungen an die Sozialversicherung gilt für alle Unternehmen aus der Tourismus- und der Einzelhandelsbranche. Sie müssen für Saisonarbeiter in den Monaten Oktober, November, Februar und März nur die Hälfte der eigentlich fälligen Beiträge zahlen. Allein für Oktober werden diese Nachlässe bereits auf vier Millionen Euro geschätzt.

Thomas Cook: Keine Erstattung der Touristensteuer für Hoteliers 

Zusätzlich wurde beschlossen, einen Fonds zu gründen, der der Verbesserung der Qualität der touristischen Unternehmen in Spanien dienen soll, beispielsweise in den Bereichen Innovation und Digitalisierung. Dafür sollen bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Unterdessen schätzen die Hoteliers auf den Balearen den Schaden durch die Pleite von Thomas Cook auf deutlich mehr als die zunächst angenommenen 100 Millionen Euro. Die Vizepräsidentin der Hoteliersvereinigung FEHM, María José Aguiló wollte sich auf keine exakte Summe festlegen, erklärte aber, dass die zunächst veranschlagte Summe längst nicht mehr ausreiche, da man inzwischen genauer abschätzen könne, wer von der Pleite betroffen sei. Aguiló kritisierte Thomas Cook sowie die Versicherungen angesichts der spärlichen Informationen, die ihnen zur Verfügung gestellt würden. So sei es schwierig, die betroffenen Hoteliers zu beraten. /jk

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