30. Januar 2020
30.01.2020

Mieses Urteil von Stiftung Warentest: Hersteller auf Mallorca verteidigt sich

Insgesamt 2 von 28 Ölen wurden in dem Test mit mangelhaft bewertet

30.01.2020 | 15:32
Olivenöl.

Bei einem Test von 28 Olivenölen der Güteklasse "nativ extra" hat die Stiftung Warentest zwei Produkte durchfallen lassen, darunter auch das auf Mallorca hergestellte Olivenöl Solivellas. Es sei deutlich mit Schadstoffen belastet, so das Urteil der Prüfer. „Der Fernsehkoch Tim Mälzer dürfte sich ärgern, mit seinem Namen für das am stärksten mit Schadstoffen belastete Öl zu werben", zitieren Medien in Deutschland aus der Studie. 

Die Tester prüften laut einer Pressemitteilung von Stiftung Warentest auf viele Schadstoffe, darunter Pestizide, Weichmacher und Mineralölkohlenwasserstoffe. Im Labor sei auf Panschereien mit minderwertigem Olivenöl oder anderen Ölsorten getestet worden. Und bei den Ölen, die laut Etikett nur aus einem Land stammen, kontrollierten die Tester laut den Angaben auch die Herkunftsangabe. Ein Herkunftssiegel bedeute nicht immer gute Qualität, wie der Test zeige.

Der Eigentümer von Oli Solivellas, Pep Solivellas, zeigte sich im Gespräch mit der MZ schockiert und überrascht ob des Ergebnisses. "Wir können das überhaupt nicht nachvollziehen. Wir sind ein Familienbetrieb, der jeden Produktionsschritt genau überwacht. Unsere Analysen haben nie eine solche Belastung ergeben", sagt Pep Solivellas, um zum Angriff überzugehen. "Mir scheint, da haben die Prüfer geradezu das Haar in der Suppe gesucht und gedacht, mit einem kleinen Familienbetrieb können sie sich leichter anlegen als mit großen Produzenten." Es sei ein Unding, dass Olivenöle beispielsweise von deutschen Discountern in der Bewertung oberhalb von Solivellas gelandet seien.

Aufgrund des Testergebnisses hätten bereits viele Kunden bei Pep Solivellas angerufen und ihm versichert, sie würden auch weiterhin auf sein Öl setzen. Um die Qualität seiner Produkte unter Beweis zu stellen, hat Solivellas eine Gegenanalyse veranlasst. Die Ergebnisse werden derzeit erwartet. "Aber wir haben bei den Analysen des spanischen Landwirtschaftsministeriums auch immer gut abgeschnitten", verteidigt er sich. 

Im Test der Stiftung waren drei der getesteten Öle auch Feinschmeckern zu empfehlen. Für den Alltag böten sich sechs deutlich günstigere Öle an. Im Gegensatz zu früheren Tests habe sich die Qualität der Öle verbessert: Neun guten Qualitätsurteilen stünden dieses Mal nur zwei mangelhafte gegenüber. Der Test findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift "test" und ist online unter www.test.de/olivenoel abrufbar.  /ff/jk

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