17. März 2020
17.03.2020

Hotelier auf Mallorca stellt seine Unterkunft als Not-Krankenhaus zur Verfügung

Ein anderer verschenkt die bereits gekauften Lebensmittel an seine Angestellten. Iberostar schließt seine Häuser

17.03.2020 | 11:06
Das Garden Hotel bietet Zimmer für ein Not-Krankenhaus an.

Die Coronavirus-Krise macht eine neue Solidarität nötig - und so manche Hoteliers auf Mallorca haben das erkannt. So stellte unter anderem der Generaldirektor der Garden Hotels, Gabriel Llobera, das Hotel der Kette in Playa de Muro als Not-Krankenhaus zur Verfügung. Das Hotel, das 132 Zimmer aufweist, befindet sich in der Nähe des Krankenhauses von Muro. Llobera stellte in Aussicht, dass die Hotelzimmer für Coronavirus-Patienten genutzt werden können.

Auch die großen Hotelketten der Insel, wie etwa Meliá und Riu, stellten Hilfe in Aussicht. Meliá-Chef Gabriel Escarrer bot an, Hotels der Kette für die Gesundheitsversorgung zur Verfügung zu stellen.

Auf andere Weise trägt der Eigentümer des Hotel Samos in Magaluf zur Linderung der Situation bei. Christoph Gräwert, der sein Hotel für die Seniorenreisen von Imserso öffnete und vergangene Woche schließen musste, verschenkte die Lebensmittel aus den gefüllen Tiefkühlschränken an seine Mitarbeiter, die nun zunächst ohne Arbeit dastehen. Das Hotel, das ausgebucht war, hatte bereits 120 Angestellte im Einsatz.

Die mallorquinische Hoteliersvereinigung FEHM wiederholte ihre Forderung, die Schließung aller Hotels im Land in das Dekret zum Alarmzustand mit aufzunehmen. Auch die Balearen-Regierung steht hinter dieser Forderung. Inzwischen treffen viele Hoteliers diese Entscheidung auf eigene Faust. So hat etwa Iberostar mittlerweile 38 Hotels in Spanien geschlossen. Nur an der Playa de Palma sind noch zwei Häuser geöffnet. Bis zur Mitte der Woche sollen dann auf den Inseln aber alle Hotels dichtmachen.

Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol rechnet damit, dass sich noch rund 25.000 Urlauber auf den Balearen aufhalten. Armengol fordert alle Touristen dazu auf, die Inseln möglichst schnell zu verlassen. Neue Urlauber sollen nun nicht mehr ankommen. Die Ministerpräsidentin hatte von Madrid ein strengeres Einreiseverbot für die Inseln gefordert. Entsprechende Entscheidungen sollten am Montag (16.3.) getroffen werden, hieß es auf einer Pressekonferenz der spanischen Regierung am Sonntagabend (15.3.). /jk

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