17. Mai 2020
17.05.2020
Mallorca Zeitung

Planspiele für die Sommer-Fiestas auf Mallorca in Corona-Zeiten

Online übertragen, Umzug statt Konzert, Spenden statt große Ausgaben: Wie man sich in den Rathäusern derzeit den Kopf über die Traditionsfeste zerbricht

17.05.2020 | 11:32
Szene vom Entenwerfen in Can Picafort.

Was wird aus den traditionellen Sommer-Fiestas in den Dörfern auf Mallorca? Ganz abblasen oder in einer reduzierten Form abhalten? Über diese Frage gibt es derzeit Uneinigkeit in den Rathäusern, erklärt Antoni Salas, Präsident des Verbands der Gemeinden auf den Balearen (Felib), gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca".

In Petra steht fest: Die traditionelle Schlacht mit Mandelschalen wird es nicht geben. Aber vielleicht klappe es ja mit einem symbolischen Teil der Fiesta, einem kleinen Konzert und ein paar Tischen auf dem Dorfplatz.

In Capdepera will man den traditionellen Mittelaltermarkt virtuell angehen. Die Bürger werden aufgefordert, Balkone zu schmücken, sich zu Hause zu verkleiden und die Fotos den Organisatoren zu schicken, um sie in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Die Musikeinlagen sollen online übertragen werden.

Noch abwarten will Sineu, wo mit dem Much eine besonders ausgelassene Fiesta ansteht, bei der sich das ganze Dorf in Rosa kleidet. Je nachdem, wie die Situation Anfang Juli sei, werde man eine Entscheidung treffen.

Schwierig dürfte es werden, das traditionelle Entenwerfen in Can Picafort zu veranstalten. Nachdem die lebenden Tiere schon vor längerem durch Gummi-Enten ersetzt wurden, wird die Aktion nun durch einzuhaltende Sicherheitsabstände erschwert. Und auch die traditionelle Prozession der Beata mit traditionell tausenden Besuchern von ganz Mallorca wackelt.

Nicht vereinbar mit den Corona-Auflagen ist auch die traditionelle Piratenschlacht in Pollença. Die Frage wird nun sein, ob sie ganz abgesagt oder in einer abgespeckten, symbolischen Version organisiert wird.

Die Rahmenbedingungen änderten sich ständig, Entscheidungen seien derzeit kaum möglich, so Felib-Präsident Salas. Deswegen gibt es derzeit vor allem Vorschläge. So könnten etwa Eintrittskarten zu den Fiestas verlost werden, um die erlaubte Teilnehmerzahl nicht zu überschreiten. Und Musikeinlagen seien auch in Form von Umzügen durch die Straßen möglich, um Menschenansammlungen an einem bestimmten Ort zu verhindern. Einigkeit gebe es darüber, einen Teil des Budgets für die Fiestas für soziale Zwecke einzusetzen. Denn hier werde das Geld dringend gebraucht. /ff

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