09. Juni 2020
09.06.2020
Mallorca Zeitung

Regeln für die "neue Normalität" in Spanien auf den Weg gebracht

Die Vorschriften sehen Geldbußen von 100 Euro vor, wenn trotz fehlendem Sicherheitsabstand keine Atemmaske getragen wird

09.06.2020 | 16:17
Regeln für die "neue Normalität" in Spanien auf den Weg gebracht

Die spanische Regierung hat die Regeln für die "neue Normalität" auf den Weg gebracht, die nach dem Corona-Exit auf Mallorca sowie im Rest des Landes auf unbefristete Zeit gelten sollen - solange, bis das Virus "endgültig besiegt" ist, so der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa auf einer Pressekonferenz am Dienstag (9.6.), nachdem das Dekret im Ministerrat beschlossen wurde. 

Die "neue Normalität" gilt voraussichtlich ab 21. Juni, wenn der derzeitige Alarmzustand und die Quarantäne-Vorschriften auslaufen. Die bisherigen komplizierten Vorschriften werden dann durch das neue Regelwerk ersetzt. Dieses gilt so lange, bis die Regierung nach Rücksprache mit den Autonomen Regionen feststellt, dass vom Virus keine Gefahr mehr ausgeht. Dies sei wenn "entweder effektive Medikamente oder ein effektiver Impfstoff" gefunden worden seien, so Illa. Mit Ausnahme der Freizügigkeit können die Regionen die Vorschriften anpassen und abändern, etwa hinsichtlich der maximalen Zahl von Gästen und Teilnehmern bei Veranstaltungen. 

Das Regelwerk sieht unter anderem vor, dass künftig ein Sicherheitsabstand zwischen den Personen von 1,5 Metern eingehalten werden muss. Ist dies nicht möglich, muss stets eine Atemschutzmaske getragen werden. Dies gilt für Arbeitsstätten und den öffentlichen Nahverkehr genauso wie für Hotels sowie auch für Pkw, wenn die Insassen nicht dem selben Haushalt angehören. Wer die Vorschrift nicht beachtet, kann mit einer Geldbuße von 100 Euro belegt werden. 

Für Seniorenheime gelten spezielle Vorschriften, unter anderem muss ein Notfallplan für den Fall von Neuinfektionen bereitgehalten werden.

Transportunternehmen wird vorgeschrieben, dass sie die Buchungsdaten mindestens vier Wochen speichern müssen, um die Nachverfolgung möglicher Infektionsketten zu garantieren. In Flugzeugen betrifft das zum Beispiel auch den Sitzplatz, sodass nachträglich geprüft werden kann, ob sich Sitznachbarn von Covid-19-Kranken infiziert haben.

Die spanische Flughafenverwaltung Aena muss die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellen, um sanitäre Kontrollen bei Passagieren aus dem Ausland vorzunehmen.

In den Unternehmen soll die Arbeit im Homeoffice gefördert werden. 

Das Dekret verpflichtet die Behörden dazu, Informationen über die Verfügbarkeit und Produktionskapazitäten von relevanten Medikamenten und sanitärem Schutzmaterial zu dokumentieren. Auf diese Weise muss gewährleistet sein, dass die Gesundheitsbehörden zu jeder Zeit Zugang zu ausreichend Medikamenten, Desinfektionsmittel und Schutzmasken haben.

Die Regionen müssen einen Plan vorlegen, wie die örtlichen Gesundheitsbehörden innerhalb von kurzer Zeit ihre Kapazitäten - in Bezug auf Personal und Krankenhausbetten - hochfahren können, um für eine neue Ausbreitung der Krankheit gewappnet zu sein.

Ab dem 21. Juni soll die Freizügigkeit wieder innerhalb ganz Spanien möglich sein. Der Start des internationalen Tourismus ist für den 1. Juli geplant, ein Pilotprojekt auf Mallorca beginnt aber schon Mitte Juni.   /ff

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