05. Juli 2020
05.07.2020
Mallorca Zeitung

Polizeieinsätze auf Mallorca wegen Corona-Regeln in Parks, am Strand und auf Partys

Ärger mit Menschenansammlungen gibt es bei Trinkgelagen, an Playas und in Strandbars. In Costa de la Calma musste die Polizei eine private Pool-Party mit rund 100 Gästen beenden

05.07.2020 | 09:45
Polizeieinsätze auf Mallorca wegen Corona-Regeln in Parks, am Strand und auf Partys

Beachbars, Strände nächtliche Trinkgelage - die Polizei auf Mallorca geht gegen Menschenaufläufe vor, um das Risiko weiterer Covid-19-Infektionen auf der Insel zu vermindern. Da Diskotheken und Nachtclubs bislang nicht öffnen dürfen, treffen sich die Menschen andernorts, um etwas zu trinken und Spaß zu haben - ohne dabei immer die Corona-Regeln zu beachten.

So leiteten Ortspolizei und Guardia Civil am Samstag (4.7.) ein Verfahren gegen ein Chiringuito an der Playa del Oratorio in Portals Nous ein, weil offenbar mehr Gäste als erlaubt anwesend waren. Bei den Behörden waren Anrufe eingegangen, die über eine "illegale FIesta" informierten. Nach Informationen der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" war das zwar nicht der Fall, die Polizei griff jedoch ein, um die Zahl der Gäste zu kontrollieren. Videoaufnahmen zeigen, dass die Strandbar voller Gäste war, die weder Atemschutzmasken trugen, noch die nötigen Sicherheitsabstände einhielten.

Und am selben Tag musste die Ortspolizei von Calvià in einer Villa in Costa de la Calma eingreifen, wo nach ersten Ermittlungen Saisonarbeiter aus Magaluf eine große Pool-Party mit jeder Menge Alkohol, Drogen und einem DJ veranstalteten. Die Karten waren für 35 Euro pro Person - respektive VIP-Tickets für 100 Euro - verkauft worden. Die Party wurde über die sozialen Netzwerke beworben und lockte schließlich rund 100 Gäste an. Da die Feier keine Genehmigung hatte, erwartet die Organisatoren nun eine Strafe zwischen 30.000 und 300.000 Euro. 

Auch in anderen Orten der Gemeinde war die Ortspolizei gefordert, um Menschenansammlungen zu unterbinden. So erwischten die Beamten mehrere meist junge Leute in Peguera, Magaluf, Palmanova, Santa Ponça und Cas Català dabei, wie sie die Sicherheitsabstände nicht einhielten, die Maskenpflicht verletzten, falsche Personalien angaben oder öffentliche Trinkgelage veranstalteten. 

Die Corona-Vorgaben der Landesregierung sehen vor, dass nur Lokale öffnen dürfen, deren erlaubte Gästezahl bei maximal 300 liegt. Die Theke kann nur bis 22 Uhr betrieben werden, die Öffnung ist bis maximal 2 Uhr erlaubt. Die Tanzfläche darf nur für den Gastro-Betrieb, nicht aber zum Tanzen genutzt werden. Kurzfristig werde an diesen Vorgaben auch nichts geändert, heißt es bei der balearischen Landesregierung.

Zu viele Badegäste

Einschreiten musste die Polizei wegen des Andrangs von Badegästen unterdessen im Fall der Cala Comtessa bei Illetes, ebenfalls in der Gemeinde Calvià. Am Samstag (4.7.) zwischen 12 und 16 Uhr wurden ankommende Badegäste von der Polizei abgewiesen und an benachbarte Strandabschnitte geschickt.

Trinkgelage in Parks und Gewerbegebieten

Kontrollen gab es zudem in Parks und in Gewerbegebieten, nachdem sich dort zunehmend junge Leute zu Trinkgelagen versammelt hatten. Zum Wochenende wurden von der Nationalpolizei und der Ortspolizei von Palma de Mallorca die Personalien von 190 Personen aufgenommen und 52 Verfahren gegen Verstößen gegen die Hygiene-Vorschriften eingeleitet. Auch Fahrzeugkontrollen fanden statt. Betroffen waren die Parks Krekovic und Ses Estacions sowie die Gewerbegebiete Son Rossinyol und Son Castelló. Bei weiteren Kontrollen am Samstag wurden die Personalien von 218 Personen aufgenommen, weitere 68 Fahrzeuge kontrolliert und 11 Strafzettel wegen Verstoßes gegen die Hygiene-Vorschriften ausgestellt. 

Zuletzt waren am Freitag auf den Balearen 143 "aktive" Covid-19-Patienten gemeldet. 25 werden im Krankenhaus behandelt, davon noch 7 auf der Intensivstation. Die Zahlen sind in den vergangenen Wochen stetig gesunken, zuletzt wurden aber lokale Corona-Ausbrüche gemeldet. Die Neuansteckungen seien "im Rahmen des Erwartbaren", hieß es im Gesundheitsministerium am Freitag, die Situation könne sich aber von einem Tag auf den anderen ändern.  /ff

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