20. September 2020
20.09.2020
Mallorca Zeitung

Zweite Welle kam auf Mallorca deutlich früher an als erwartet

Die Situation auf den Intensivstationen der Insel ist trotz des Anstiegs der Fälle von Covid-19 weiterhin entspannt

20.09.2020 | 10:21
Aufnahme aus Son Espases während der ersten Covid-19-Welle.

Der erneute starke Anstieg der Covid-19-Infizierten auf Mallorca hat die Ärzte und Krankenhäuser auf Mallorca überrascht. So sagt die Verantwortliche der Krankenschwestern im Landeskrankenhaus Son Espases, Celia Sánchez: "Wir hatten die zweite Welle Ende Oktober und im November erwartet. Aber jetzt ist sie schon da." Gleichzeitig sieht es nicht danach aus, dass auf Mallorca die Betten im Krankenhaus oder auf der Intensivstation knapp werden würden. Wie die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez kürzlich erklärte, stünden insgesamt auf den Inseln 1.411 Krankenhausbetten zur Verfügung, 302 davon auf der Intensivstation.

Noch sind die Balearen weit davon entfernt, diese Kapazität auszuschöpfen. Am Samstag (19.9.) lagen nach Angaben des Ministeriums inselweit 65 Menschen auf der Intensivstation, wobei in der offiziellen Statistik von 62 Intensiv-Patienten die Rede war. 305 Covid-19-Infizierte sind derzeit stationär aufgenommen. Diese Zahlen sind noch weit entfernt vom Höhepunkt der ersten Welle Anfang April, als am 4. April 456 Patienten in den Krankenhäusern der Insel lagen sowie am 6. April 115 Menschen auf der Intensivstation.

Druck wird den Spitälern auch dadurch genommen, dass die Patienten inzwischen deutlich schneller wieder entlassen werden können. Lag die Durchschnittsaufenthaltsdauer im April auf der Intensivstation bei 25 Tagen, sind es inzwischen noch 16 Tage. Und auf der normalen Station können die Patienten statt nach 12,5 Tagen inzwischen bereits nach 6,5 Tagen entlassen werden. Das liegt zum einen daran, dass die Infizierten deutlich jünger sind als in der ersten Welle. Zum anderen weiß man inzwischen mehr über das Virus und kann zielgenauer behandeln.

Celia Sánchez warnt aber trotzdem vor einer Banalisierung des Virus: "Es stimmt, dass die Patienten weniger lang bei uns sind, weil sie jünger sind und widerstandsfähiger. Aber wir haben genauso bei ihnen schwere Verläufe."

In Son Llàtzer unterdessen gerät man bereits an die Grenzen, was die Personalsituation angeht. Geschäftsführer Francesc Marí erklärte gegenüber dem "Diario de Mallorca", dass er nahezu alle verfügbaren Krankenschwestern bereits im Einsatz hat. Ein Problem sei, dass Covid-19-Patienten eine stärkere Betreuung benötigten als andere Patienten. Normalerweise genügte auf Station eine Krankenschwester für zwölf Patienten, bei Covid-19 sei es eine Krankenschwester auf sechs Patienten.  /jk

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