06. Oktober 2020
06.10.2020
Mallorca Zeitung

Betrüger verdienten über 2 Millionen Euro mit gefälschten Handys

Die Modelle sahen den echten täuschend ähnlich. Vier Festnahmen

06.10.2020 | 15:08
Unter anderem Geldwäsche wird den Betrügern vorgeworfen.

Beamten der Nationalpolizei haben am Montag (5.10.) auf Mallorca vier Personen im Alter von 40, 41 und 45 Jahren festgenommen, die beschuldigt werden, Billighandys als Markenware vertrieben zu haben. Ihnen wird Betrug, Geldwäsche und Produktfälschug vorgeworfen.

Die mutmaßlichen Täter sollen laut einer Pressemitteilung der Nationalpüber mehrere Jahre hinweg illegal gefälschte Mobiltelefone vermeintlich bekannter Marken verkauft haben. Die verkauften Handys sollen den Original-Modellen dabei täuschend echt gesehen haben, dabei waren es lediglich herkömmliche Billigtelefone.

Mit dem Verkauf der vermeintlichen Markenprodukte sollen die mutmaßlichen Täter ein beachtliches Geschäft gemacht haben.

Um die illegalen Bankkontobewegungen erfolgreich zu vertuschen, hatten die Festgenommenen laut einem Polizeibericht sogar eine eigene Gesellschaft gegründet. So schien es zunächst so, als würden sie die Elektronikgeräte auf legale Art und Weise verkaufen. Über 2 Millionen Euro gingen für den Verkauf auf ihre Bankkonten ein.

Die mutmaßlichen Täter sollen dabei wie folgt vorgegangen sein: Die Geräte hatten sie zunächst billig in einem anderen Land erworben und vertrieben sie dann mittels Werbeanzeigen auf Verkaufsportalen im Internet und auch auf eigens von ihnen kreierten Websites.

Um die Geräte an noch mehr Menschen zu verkaufen und mit dem illegalen Geschäft noch mehr Geld zu verdienen, gelang es ihnen, spanienweit ein weites Netz aus Zwischenhändlern aufzubauen, die jeweils noch mehr Interessenten ausfindig machten. Die Zwischenhändler sollen dafür von den mutmaßlichen Betrügern eine Kommission bekommen haben. Durch das Netz konnten sie über verschiedene Paketdienste und -zusteller über 14.000 Bestellungen versenden.

Die Mobiltelefone boten sie dabei jeweils explizit als Originalprodukte an. Die billigeren Preise kämen zustande, da es sich um Restposten handle, so die Angaben der Betrüger.

Durch die illegalen Machenschaften der Handybetrüger sollen die wirklichen Markeninhaber der verkauften Mobiltelefone rund zehn Millionen Euro Verlust eingefahren haben.

Die Beamten der Polizei emitteln weiter und schließen weitere Festnahmen in dem Fall nicht aus. /sw

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