15. Oktober 2020
15.10.2020
Mallorca Zeitung

Baufirma tritt von Beach-Club-Projekt in Alcúdia zurück

Der Bürgerprotest erreichte sein Ziel. Erleichterung auch im Rathaus

15.10.2020 | 11:38
Auch Stadtrat Joaquín Cantalapiedra und Bürgermeisterin Bàrbara Rebassa sind erleichtert, dass das Projekt letztlich nicht verwirktlicht wird.

Anwohner, Umweltschützer und Politiker in Alcúdia können aufatmen: Der geplante Beach-Club am Strand von Corral d'en Bennàssar in der Gemeinde im Norden von Mallorca wird nicht gebaut.

In einem Schreiben hat die Baufirma Barcarès Beach Club S. L. die Küstenschutzbehörde am Mittwoch (14.10.) darüber informiert, dass sie den Antrag für das Bauvorhaben zurücknehmen werde. Einer der Gründe seien die Proteste, die das Bauprojekt bei den Bürgern ausgelöst hatte.

Hintergrund: Geplanter Beach-Club in Bunker auf Mallorca sorgt für Unmut 

Erst am Freitag (9.10.) hatten sie am Strand von Es Corral d'en Bennàssar gegen das Vorhaben demonstriert, den alten Bunker in eine Strandbar umzubauen. Zuvor waren Mitglieder von Podemos darauf aufmerksam geworden, dass bei der Küstenschutzbehörde ein entsprechender Antrag für das Projekt der Baufirma eingegangen war. Er sah vor, den vor allem bei Surfern beliebten Strandabschnitt Es Barcarès in einen Beach-Club mit Tischen, Liegen und Sonnenschirmen umzugestalten.

Auf einer 345,5 Quadratmeter großen Fläche wollten die Antragsteller 60 Liegen und 30 Sonnenschirme aufstellen. Auf weiteren 500 Quadratmetern sollten 100 Liegen und 50 Sonnenschirme angebracht werden. Da der Umbau einen massiven Eingriff in die Natur bedeutet hätte, forderten die Projektgegner die balearische Küstenschutzbehörde auf, das bereits 2013 eingereichte Vorhaben abzulehnen.

Auch die Verantwortlichen im Rathaus waren eigentlich gegen das Vorhaben. Laut Presseberichten hatten sie jedoch im Frühjahr 2019 die Frist für einen Widerspruch verstreichen lassen. Gemeinderat Joaquín Cantalapiedra hatte sich dafür bereits entschuldigt. Am Mittwoch (14.10.) gab er dann bei einer Pressekonferenz bekannt, dass er am Vortag mit der interessierten Baufirma gesprochen habe. Schon da hätten die Verantwortlichen ihm bestätigt, dass sie kein Interesse mehr daran gehabt hätten, das Projekt zu verwirklichen. Bürgermeisterin Bàrbara Rebassa (PSOE) bat die Balearenregierung nun in einem Schreiben, alle Bunker auf dem Gemeindegebiet künftig besser zu schützen. /sw

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