21. Oktober 2020
21.10.2020
Mallorca Zeitung

Strandbuden an Naturstränden der Ostküste werden verboten

Auch die Cala Varques wird weiter ohne Chiringuito auskommen müssen. Die geplante Verordnung sieht einen umfassenden Schutz der Flora und Fauna in großen Teilen des Nordostens von Mallorca vor

21.10.2020 | 08:46
Die Ostküste von Mallorca.

An den Naturstränden im Osten von Mallorca soll es künftig verboten sein, saisonweise Strandbuden aufzustellen. Das sieht eine Naturschutzverordnung vor, die seit Dienstag (20.10.) zur Einsichtnahme ausliegt. Sollte der Plan mit dem Titel "Xarxa Natura 2000 de la Costa del Llevant" in der aktuellen Fassung beschlossen werden, gehören Verkaufsbuden wie die an der Cala Varques, die ohnehin nicht legal war, definitiv der Vergangenheit an. Die Norm umfasst die Gebiete Cap Vermell, Costa de Llevant, Punta de n'Amer, Àrea marina Costa de Llevant, Cales de Manacor, Portocolom und Punta de Ras - also einen Großteil der Küste im Nordosten von Mallorca.

Die sieben Küstengebiete, in denen bereits jetzt Naturschutzmaßnahmen gelten, werden zu sogenannten besonderen Schutzzonen (Zona de Especial Conservación, ZEC) erklärt, in denen die Lebensräume von Flora und Fauna mit den Aktivitäten des Menschen in Einklang gebracht werden müssen. Geschützte Tierarten wie der Eleonorenfalke, der Kormoran, der Balearensturmtaucher, die Delfinart Großer Tümmler und Meeresschildkröten sollen möglichst wenig gestört werden. Poseidongraswiesen werden geschützt, das Ankern eingeschränkt und die Fischerei stärker überwacht. Auch das beliebte Felsen-Klettern (Psicoblog) soll in den jeweiligen Gebieten nicht mehr erlaubt sein. Naturbojen im Wasser und Hinweisschilder an Land sollen die geschützten Bereiche markieren.

Die neue Naturschutzordnung reiht sich in die jahrelangen Bestrebungen der Balearen-Regierung ein, die Nordostküste der Insel stärker zu schützen. Bereits im April 2019 hatte die Balearenregierung die Erweiterung des Naturschutzgebiets Parc de Llevant um das Zehnfache angestoßen. Dieser soll nicht mehr nur einen Großteil der Küste des Gemeindegebiets von Artà umfassen, sondern auch Teile der Nachbargemeinden Santa Margalida und Capdepera.

Für Aufsehen sorgten 2019 zudem die britischen Investoren-Brüder Simon und David Reuben. Sie erwarben größere Küstengrundstücke mit größtenteils unberührter Natur in den Gemeindegebieten Capdepera, Artà und Manacor und sind nun Eigentümer von insgesamt rund 3,8 Kilometer Küste. Über die Pläne für die Grundstücke wollten die britischen Investoren sich damals nicht äußern. Mit den erhöhten Schutzauflagen wird eine Bebauung etwa zur touristischen Nutzung nun erst recht ausgeschlossen. /tg, somo

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