29. Oktober 2020
29.10.2020
Mallorca Zeitung

Haushalt 2021: Balearen haben Nachsehen beim regionalen Finanzausgleich

Die Inseln erhalten im Vergleich zu anderen Regionen deutlich weniger Geld aus Madrid. Dafür sollen sie stärker von der zugesagten EU-Förderung profitieren

29.10.2020 | 13:34
Haushalt 2021: Balearen haben Nachsehen beim regionalen Finanzausgleich

Beim regionalen Finanzausgleich in Spanien stehen die Balearen wieder einmal als Nettozahler da. Die aus den Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera bestehende Region erhält auch im kommenden Haushaltsjahr 2021 deutlich weniger Geld aus Madrid als andere spanische Regionen. Gemäß dem am Dienstag (27.10.) vom spanischen Kabinett beschlossenen Haushaltsentwurf erhalten die Balearen-Inseln aus dem spanischen Haushalt 175 Euro pro Einwohner. Der Schnitt liegt bei 258 Euro pro Einwohner. Der Entwurf liegt seit Mittwoch (28.10.) dem spanischen Abgeordnetenhaus, dem Kongress, zur Abstimmung vor.

201 Millionen Euro will die Hauptstadt im Jahr 2021 auf den Balearen investieren. Das sind 50 Millionen mehr als der - schließlich nicht verabschiedete - Haushaltsentwurf für 2020 vorsah und 30 Millionen mehr als der noch von der konservativen Vorgängerregierung unter Mariano Rajoy verabschiedete Haushalt 2019. Die Regierung unter dem Sozialisten Pedro Sánchez hatte den Haushalt für die Balearen gekürzt, was ihm heftige Kritik aus Palma de Mallorca einbrachte. In Verhandlungen einigte man sich auf künftige Verbesserungen. Diese Hoffnungen wurden nun teilweise enttäuscht.

Auf die Einwohnerzahl umgerechnet erhalten nur die Kanarischen Inseln und Navarra weniger Geld aus Madrid. Das meiste Hauptstadtgeld landet in der Region Murcia (418 Euro pro Einwohner), Kantabrien (401 Euro pro Einwohner) und Extremadura (388 Euro pro Einwohner).

Viel Geld aus dem EU-Fonds

Dennoch gibt es auch eine positive Botschaft für Mallorca und die Nachbarinseln. Denn im Vergleich zu den meisten anderen Regionen erhält es 2021 mehr Geld aus dem zur Überwindung der Coronakrise gedachten EU-Fonds "Next Generation EU". 133 Millionen Euro will Madrid aus diesem Geldstrom in die vom Tourismus abhängigen Inselregion umlenken. Das entspricht 115 Euro pro Einwohner, während das spanische Mittel bei 90 Euro pro Einwohner liegt. Mehr Geld erhalten lediglich Asturien (148 Euro), Murcia (124 Euro), Kastilien und León (122 Euro) und Kantabrien (120 Euro). In der Region Madrid landen von den EU-Geldern nur 78 Euro pro Einwohner, in Katalonien 69 Euro pro Einwohner.

Die aus dem EU-Fonds stammenden Mittel, die noch vom EU-Parlament und mehreren nationalen Parlamenten müssen, sind zweckgebunden. Die Balearen sollen 101 Millionen Euro für Umwelt- und Klimaschutzprojekte erhalten und weitere 32 Millionen Euro gehen in die Energieeffizienz beim Wohnungsbau. /tg

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