11. November 2020
11.11.2020
Mallorca Zeitung

Mallorca-Hoteliers fiebern dem Impfstoff entgegen

Die Branche müsse nun durchhalten, um das Licht am Ende des Tunnels auch zu erreichen, erklärte Gabriel Escarrer als Branchensprecher

11.11.2020 | 08:29
Gabriel Escarrer konnte sich am Montag über einen Rekordanstieg der Meliá-Aktien freuen.

Mit großer Freude haben die großen Hoteliers auf Mallorca die Nachricht über die Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus aufgenommen. Gabriel Escarrer, Chef des Konzerns Meliá und Sprecher des Branchenverbands Exceltur sprach sogar von "der Nachricht des Jahrhunderts". Man sehe endlich "das Licht". Nun brauche die Branche einen Hilfs- und Aufbauplan, "damit sie das Ende des Tunnels" auch erreiche, so Escarrer am Dienstag (10.11.). Die Aktien des Meliá-Konzern waren am Vortag um 37 Prozent gestiegen.

Auch die mallorquinischen Hotelkonzeren Iberostar und Riu äußerten sich hoffnungsvoll. Bei Iberostar fügte man hinzu, dass man nun "vorsichtig bleiben" müsse, um weiterhin an Protokollen und Maßnahmen zu arbeiten, um die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Luis Riu erklärte, dass man die Nachricht herbeigesehnt habe, weil sie große Auswirkungen auf die Branche und auf die Gesellschaft insgesamt bringe. Die Verteilung des Impfstoffs stelle noch eine große Herausforderung dar, die man nun mit großer Aufmerksamkeit verfolgen werde.

Etwas zurückhaltender äußerten sich der mallorquinische Hoteliersverband Fehm und der Branchensprecher im Unternehmensverband Caeb. Da der Impfstoff "keine sofortige Lösung" bringe, müsse man sich weiterhin darauf einstellen, vorläufig mit dem Virus zu leben, erklärte María Frontera (Fehm). Die Nachrichten seien positiv erklärte Gabriel Llobera (Caeb), vorläufig müsse man sich aber daran gewöhnen, mit dem Virus zu leben.

Auch die Sprecherin der Balearen-Regierung, Pilar Costa, reagierte am Dienstag mit verhaltenem Optimismus. Der spanische Gesundheitsminster Salvador Illa hatte zuvor verkündet, dass er damit rechne, zu Beginn des Jahres 2021 über Impfungen für zehn Millionen Spanier zu verfügen. Nun müsse man die Verteilung innerhalb der EU und innerhalb Spaniens abwarten, um zu wissen, wie viele Impfungen auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln ankommen, so Costa. Vorläufig wolle man nach wie vor darauf bestehen, dass sich alle auf den Inseln ankommenden Reisenden testen lassen sollen. /tg

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