20. Dezember 2020
20.12.2020
Mallorca Zeitung

Mallorcas Corona-Sprecher prognostiziert steigende Zahlen bis Januar

14-Tages-Inzidenz könne noch über 500 steigen, bevor die Kurve abflacht, so Javier Arranz

20.12.2020 | 15:54
Das Militär schickt 30 weitere Personen, um die Infektionsketten nachzuverfolgen.

Die Corona-Kurve auf Mallorca wird bis Mitte Januar weiter anziehen. Das zumindest ist die Prognose des Corona-Sprechers Javier Arranz gegenüber dem "Diario de Mallorca". Er erwartet, dass die sogenannte 14-Tages-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen, schon bald von 338 (Freitag, 18.12.) auf über 500 steigt. 

"Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg in der kommenden Woche. Wenn alles gut läuft, können wir nach Weihnachten sehen, dass der Anstieg weniger wird. Doch es wird dauern, ehe die Kurve abflacht", so Arranz.

Die Behörden hoffen, dass die Corona-Maßnahmen greifen und nach Weihnachten erste Ergebnisse zeigen. "Das ist aber ein langsamer Prozess, den wir schon bei der ersten Welle gesehen haben. Die Zahlen steigen sehr schnell an, aber es dauert wesentlich mehr Zeit, bis sie sinken. Zumal wir die Feiertage noch vor uns haben."

Der Sprecher geht auch davon aus, dass die Anzahl an stationär behandelten Corona-Patienten steigen wird. "Wir sind seit Beginn der Pandemie von 20 Prozent an Corona-Fällen ausgegangen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Fünf Prozent der Fälle müssen auf die Intensivstationen. Letztere sind derzeit noch nicht so stark ausgelastet, aber die normalen Stationen werden sich weiter füllen."

Arranz sieht die Schuld für die steigenden Zahlen nicht darin, dass die Bevölkerung zu lasch mit den Maßnahmen umgegangen ist. "Die Leute sind müde und tun alles, was sie können." Viel mehr dürften die niedrigeren Temperaturen eine Rolle spiele, die dafür gesorgt haben, dass Restaurant- und Barbesucher bis zu den jüngsten Restriktionen lieber drinnen saßen. Auch die Einkaufsschlacht des Black Friday und die Brücke mit den Feiertagen Anfang Dezember hätten zu dem Anstieg beigetragen.

Um den Infektionsketten nachzugehen und sie nach Möglichkeit zu unterbrechen, sollen ab Montag (21.12.) 30 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten die Mitarbeiter der Gesundheitsbehördende unterstützen. Insgesamt sind dann auf den Balearen 130 Angehörige des Militärs im Kampf gegen das Virus im Einsatz. /rp

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