21. Januar 2021
21.01.2021
Mallorca Zeitung

Mallorcas Hotelketten präsentieren Manifest für Tourismus der Zukunft

Die Corona-Pandemie als Chance: 70 Unternehmen und Konzerne präsentieren einen Plan für mehr Nachhaltigkeit. Möglich machen soll das ein EU-Fonds in Höhe von 5,8 Milliarden Euro

21.01.2021 | 13:55
Nachhaltig Urlaub machen kann jeder einzelne heute schon auf Mallorca: zum Beispiel beim Wandern in der Tramuntana.

70 Hotelketten, Konzerne und kleinere Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette haben sich zusammen getan, um die Tourismusbranche nach eigenen Angaben nachhaltig aufzustellen. Zusammengefasst sind die Ideen in dem Manifest "In Richtung eines nachhaltigen und intelligenten Tourismus 2021-2026", wie aus einer Pressemitteilung der mallorquinischen Hotelkette Meliá hervorgeht.

Unter dem Titel "Turismo del Futuro" (Tourismus der Zukunft) soll die Branche mit Hilfe von EU-Geldern, die aufgrund der Corona-Pandemie verfügbar sein sollen, komplett neu aufgestellt werden. 5,8 Milliarden Euro könnte aus den sogenannten Next Generation-Fonds in die Branche fließen. Vor allem in vier Bereichen sind Innovationen geplant: intelligenter Tourismus, Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und damit verbundene Verringerung des ökologischen Fußabdrucks sowie nachhaltiges Bauen und Wandel der Zielgebiete.

In jedem der vier Bereiche gibt es Themen, die jedes Unternehmen für sich umsetzen kann, und Bereiche, in denen übergreifend gearbeitet werden muss. Das Manifest hat die Branche bereits dem spanischen Tourismus- und Industrieministerium vorgestellt, über das die EU-Hilfen gebündelt werden.

Das Manifest wird unter anderem von zahlreichen großen mallorquinischen Unternehmen unterstützt. So finden sich unter den Unterzeichnern neben Meliá auch die Hotelketten Iberostar, Riu und Barceló, die Konzerne Ávoris und Globalia, die Airlines Air Europa oder World2Fly, die Buchungs-Plattformen Logitravel, Hotelbeds und TravelCompositor oder auch die Balearen-Universität UIB.

Die spanische Tourismusbranche ist schwer von der Corona-Pandemie gebeutelt. Im Jahr 2020 ist die Zahl der Urlauber um 80 Prozent gegenüber 2019 eingebrochen. 1,1 Millionen Arbeitsplätze seien verloren gegangen, heißt es in der Mitteilung weiter. Daher biete sich nun eine historische Chance, einen Neuanfang zu wagen. /jk

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