30. Januar 2021
30.01.2021
Mallorca Zeitung

Rund 800 Demonstranten missachten polizeiliche Auflagen in Palma de Mallorca

Die Vertretung der spanischen Zentralregierung hatte die Teilnahme an der von der Bürgerplattform Resistencia Balear einberufenen Versammlung nur per Auto genehmigt

30.01.2021 | 12:07
Demonstranten forderten am Samstag (30.1.) den Rücktritt der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol.

Rund 800 Demonstranten, die zu Fuß unterwegs waren, und 100 Autofahrer haben am Samstagvormittag (30.1.) an einer von der Vertretung der spanischen Zentralregierung nur als Pkw-Demonstration autorisierten Versammlung in Palma de Mallorca gegen die von der Balearen-Regierung festgelegten Corona-Regeln teilgenommen. Es ist die dritte größere Demonstration gegen die Schließung von unter anderem Restaurants und Bars. Einberufen wurde sie erneut von der neu gegründeten Bürgerplattform Resistencia Balear. Deren Sprecher hatten im Vorfeld zu einem "Spaziergang" aufgerufen.  

Die Demonstration startete am Kongresszentrum und endete vor dem balearischen Regierungsgebäude Consolat de Mar. Wie schon bei den vorherigen Kundgebungen richtete sich der Protest insbesondere gegen die Schließung der Gastronomie und die unzureichenden Hilfen für die betroffenen Wirte. Am Freitag (29.1.) hatte Regierungssprecherin Pilar Costa bekannt gegeben, dass die verschärften Restriktionen bis zum 13. Februar aufrecht erhalten werden. Das bedeutet unter anderem, dass Bars und Cafés geschlossen bleiben. Lediglich die Mitnahme von Essen und die Lieferung nach Hause sind erlaubt. 

Begleitet von Liedern wie "Resistencia" und "Bella Ciao", buntem Rauch und Hupen forderten die Demonstranten am Samstag (30.1.) lautstark erneut den Rücktritt der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol. Dabei riefen sie immer wieder "Si yo no trabajo, tú no cobras" (Wenn ich nicht arbeite, verdienst du kein Geld). 


Der Demo-Aufruf des Veranstalters Resistencia Balear stand unter dem Motto "¿Salimos de paseo?" (Gehen wir spazieren?) Vermutlich auch deswegen interpretierten viele das als Aufruf dazu, das Fußgänger-Verbot zu missachten.

Die Zentralregierung wies bereits im Vorfeld darauf hin, dass der Veranstalter die Verantwortung dafür trage, dass die Regeln eingehalten werden. Bereits bei der Demo am 22. Januar hatten sich dem Autokonvoi rund 1.000 Passanten angeschlossen - und das sogar, obwohl zu dem Zeitpunkt gerade ein Unwetter über die Insel fegte, ähnlich wie am Samstag (30.1.). Mehrere Teilnehmer und Veranstalter erhielten deshalb einen Bußgeldbescheid. /sw

---- Die Meldung wird im Lauf des Tages weiter aktualisiert. --- 

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