13. Februar 2021
13.02.2021
Mallorca Zeitung

Diese Corona-Regeln gelten aktuell auf Mallorca

Worauf Sie jetzt in der Gastronomie, im Handel, beim Sport und bei Zusammenkünften achten müssen (Stand 26.2.)

13.02.2021 | 11:14
Diese Corona-Regeln gelten aktuell auf Mallorca

Vor dem Hintergrund fallender Corona-Zahlen sind die Corona-Restriktionen auf Mallorca in einigen Punkten leicht gelockert worden, bestehen aber im Großen und Ganzen weiterhin fort. Die Lockerungen, die am Freitag (26.2.) beschlossen und noch im balearischen Gesetzblatt veröffentlicht werden müssen, betreffen insbesondere die Gastronomie, den Einzelhandel und die Zusammenkünfte.

Für Mallorca gilt nunmehr nicht mehr die höchste Stufe des insgesamt fünfstufigen (0 bis 4) spanischen Corona-Protokolls, sondern nur noch Stufe 3. Auf Ibiza wird die Stufe 4 beibehalten, auf Formentera gilt Stufe 3 und auf Menorca Stufe 2.

In dieser Meldung fassen wir den Stand der Dinge am 26.2. zusammen. 

Private Treffen

Seit Mitte Januar war es auf Mallorca grundsätzlich verboten, sich privat mit Personen zu treffen, mit denen man nicht zusammen in einem Haushalt lebt. Dieses Verbot wurde nun etwas gelockert. Ab Dienstag (2.3.) darf man wieder Verwandte oder Freunde besuchen. Das gilt für Treffen im Freien und in Innenbereichen. Zusammenkommen dürfen dabei maximal sechs Personen aus höchstens zwei Haushalten.

Ausgangssperre ab 22 Uhr

Seit Wochen gilt auf Mallorca eine abendliche Ausgangssperre, die zuletzt von Mitternacht auf 22 Uhr vorverlegt worden war. Man muss also zwischen 22 Uhr und 6 Uhr zu Hause bleiben, sofern man nicht nachweislich beruflich unterwegs ist oder wichtige Termine zum Beispiel beim Arzt wahrnimmt.

Über die gesetzliche Verpflichtung hinaus ruft die Balearen-Regierung alle Bewohner und Besucher dazu auf, bereits um 20 Uhr daheim zu sein.

Restaurants und Cafés

Die Restaurants und Cafés können ab Dienstag (2.3.) erstmals wieder öffnen, dürfen allerdings nur die Tische im Freien bewirten und dies auch nur bis 17 Uhr nachmittags. Die Uhrzeit soll sich wohl auf den Ausschank beziehen. Die Kunden hätten dann noch 15 Minuten Zeit, das Bestellte zu verzehren.

An den Tischen dürfen sich maximal vier Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten treffen. Insgesamt ist die Zahl der Sitzplätze auf 50 Prozent der sonst üblichen Gästezahl beschränkt.

In allen geschlossenen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel in einer Metro-Station oder einer Markthalle, ist das Konsumieren von Speisen oder Getränken verboten.

Rauchverbot unverändert

Das Rauchverbot bleibt streng. Erlaubt ist das Rauchen auf der Straße, sofern der ­Sicherheitsabstand von zwei Metern zu allen anderen Personen eingehalten wird. Raucher dürfen also auch nicht in Gruppen ­zusammenstehen. Wer raucht, muss am Platz stehen bleiben. Rauchend durch die Straße gehen, ist verboten.

Strenge Regeln beim Shoppen

Ab dem 27.2. dürfen sich in Geschäften wieder 50 Prozent der sonst erlaubten Kunden aufhalten. Bisher waren es 30 Prozent.

Einkaufszentren und großen Verkaufsflächen dürfen weiterhin nur an Werktagen öffnen und müssen an Wochenenden und Feiertagen schließen.

Werktags gelten für Einkaufszentren und Kaufhäuser strenge Regeln. Im Innern der Geschäfte dürfen sich nur 30 Prozent der gewöhnlichen Kundenzahl aufhalten - dies muss in Echtzeit und transparent kontrolliert werden, genauso wie der CO-2-Gehalt der Luft. Die Gemeinschaftsbereiche bleiben geschlossen. Außerdem sind die Öffnungszeiten auf Montag bis Freitag beschränkt, sofern es sich nicht um Produkte des Grundbedarfs handelt. Die Zahl der Kundenparkplätze muss um 50 Prozent reduziert werden. 

Ladenschluss ist generell um 20 Uhr. Danach ist nur noch der Verkauf von Lebensmitteln und Produkten der Grundversorgung erlaubt - die Definition dafür wurde zwischenzeitlich erweitert. Genannt sind im balearischen Gesetzblatt Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel, Apotheken, Orthopädie, Optiker, Kioske, Presse, Telekommunikation, Friseure und Schönheitssalons, Tierärzte, Gartenbedarf, Werkstätten. Tankstellen dürfen geöffnet bleiben. 

Bereits bislang erlaubt war die Auslieferung von Waren, sowie die Abholung von Bestellungen. Zum Abholen der Ware dürfen einzelne Kunden auch die Geschäftsräume betreten. Auch im Großhandel dürfen Gewerbe treibende Kunden die Verkaufsflächen betreten, um ihre Bestellungen abzuholen.

Kultur

Kulturveranstaltungen, inbesondere die Veranstaltungen zu den Fiestas, werden abgesagt. Ausnahmen gelten für Kinos, Theater, Konzertsäle und Zirkuszelte, das Limit für das Publikum wird mit dem Entschluss vom 13. Februar von 30 auf 50 Prozent erhöht. Essen und Trinken in den Räumlichkeiten ist verboten. 

Bekannte Konzert- und Veranstaltungssäle wie Auditorium und Es Gremi sowie das Kino Cinesa Festival Park haben dennoch vorübergehend geschlossen.

Sport

Beim Sport dürfen künftig Gruppen von zehn Personen zusammen trainieren, bislang waren es sechs. Die übrigen Restriktionen (s.u.) bleiben bestehen. Auch in Fitnessstudios gibt es eine nur sehr vorsichtige weitere Öffnung. Bislang waren die Geräteräume geschlossen. Nun dürfen solche Geräte benutzt werden, die nicht zum Cardio-Training gedacht sind.

Seit dem 13. Februar sind sportliche Aktivitäten "geringer Intensität" im Innern sowie auch der Betrieb von Tanzschulen unter strengen Auflagen möglich. So sind maximal sechs Teilnehmer erlaubt, das Limit liegt außerdem bei 30 Prozent der sonst genehmigten Teilnehmerzahl. Die Räumlichkeiten müssen ordnungsgemäß gelüftet werden, die Teilnehmer registriert werden, es gilt Maskenpflicht. 

Hallenbäder dürfen öffnen, allerdings liegt das Limit nun bei 20 Prozent der sonst erlaubten Nutzerzahl. Pro Schwimmer müssen vier Quadratmeter Wasserfläche garantiert sein. Maximal dürfen sich zwei Schwimmer gleichzeitig auf einer Bahn befinden. 

Die Benutzung der Umkleiden der Sporteinrichtungen ist nicht erlaubt. 

Im Freien ist Sport und Training - unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln - in stabilen Gruppen von bis zu zehn Personen erlaubt, im Fall von Kontaktsportarten in stabilen Gruppen von bis zu fünf Personen - wobei es auch hier nicht zum Kontakt kommen darf. 

Gottesdienste

Voll besuchte Kirchen wird es vorerst nicht geben. Für Gotteshäuser gilt eine Höchstzahl von maximal 30 Prozent der normalerweise zugelassenen Personen. Empfohlen werden Gottesdienste mit ­maximal 15 Personen. Die Kirchen empfehlen ihren Gemeinden, die Zeremonien im Fernsehen oder per Video im Internet zu verfolgen.

Schulen

Mallorcas Schulen bleiben geöffnet, der Unterricht hatte am 8.1. wieder begonnen. 

Strände, Parks und Fiestas

Anders als beim Lockdown im Frühjahr bleiben auch die Strände und Parks geöffnet. Der Besuch ist jedoch auf die Uhrzeiten zwischen 7 und 21 Uhr beschränkt. Kinder dürfen die Spielplätze benutzen. Diese werden dafür häufiger desinfiziert. Auch Karussells oder ähnliche Jahrmarkts­attraktionen sind grundsätzlich erlaubt. Fiestas werden abgesagt.

Öffentlicher Nahverkehr

Die Passagierzahl ist eingeschränkt. In Bussen dürfen nur Sitzplätze, in Bahnen nur Sitzplätze und speziell ausgewiesene Stehplätze besetzt werden. Die Balearen-Regierung empfiehlt zudem explizit, während der Fahrt zu schweigen, um die Ansteckungsgefahr gering zu halten.

Hinweis: Die Corona-Auflagen auf den Balearen ändern sich fortlaufend und sind teilweise widersprüchlich. Wir recherchieren sie nach bestem Wissen und Gewissen, können aber keine Gewähr geben.

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