27. März 2021
27.03.2021
Mallorca Zeitung

Im Bürokomplex "The Circle" auf Mallorca geht's ab April rund

Das Gebäude in Santa Ponça steht kurz vor der Eröffnung. Die MZ durfte vorab schon rein

27.03.2021 | 01:00
Freut sich auf eine Arbeitsatmosphäre im „Google-Style": Domus-Vivendi-Geschäftsführer Alexander Beulich vor dem Haupteingang von „The Circle".

Das Gewerbegebiet von Son Bugadelles nahe Santa Ponça war bisher nicht für innovative Architektur bekannt: Eine Lagerhalle reiht sich an die andere, so wie eben auf Mallorca ein klassisches polígono aussieht. Direkt gegenüber vom Sitz der Guardia Civil sticht jetzt der Bau von „The Circle" heraus, einem Projekt des Bauträgers Domus Vivendi Group. Der moderne Bürokomplex wird ab April mehr als 40 Unternehmen hauptsächlich aus dem Umfeld der Immobilienwirtschaft beherbergen. Außen viel Grün, innen smarte Büros mit großen Gemeinschaftsbereichen - so das Konzept des rund 8.000 Quadratmeter großen Baus. Unter anderem soll die Fassade in den kommenden Jahren komplett von Pflanzen überwuchert werden, große Olivenbäume und ein über 30.000 Euro wertvoller Gummibaum stehen im Eingangsbereich.

Ein gut gelaunter Alexander Beulich, operativer Geschäftsführer von Domus Vivendi, nimmt die MZ bereits vor der Eröffnung am
6. April auf einen Rundgang durch das künftige Epizentrum der deutschen Insel-Immobilien-Wirtschaft mit, auch wenn Beulich betont, dass die Mieter international aufgestellt sind. Eingesessene Mallorca-Unternehmen sind dabei, aber auch Neuankömmlinge auf der Insel - etwa die Firma Moos&Moos hat in „The Circle" zwei Naturmooswände im Eingangsbereich gestaltet, die die Feuchtigkeit binden - und allen voran Domus Vivendi, der „Ankermieter", wie es Beulich ausdrückt. Die Mitarbeiter sitzen bereits zum Warmup an ihren Schreibtischen im Erdgeschoss des zweistöckigen Gebäudes, das sozusagen als Schmankerl eine für alle Mieter zugängliche Dachterrasse mit Rundumblick auf den Puig de Galatzó und das Meer bereithält.

„Wir sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und haben uns nach neuen Büroräumen umgeschaut, aber nichts gefunden, das unseren Ansprüchen an Qualität, Design und Anbindung genügte", so Beulich über die Entwicklung von Domus Vivendi und den Ursprung von „The Circle". Im Gespräch mit mehreren Partnerfirmen stellte sich dann heraus, dass es ihnen genauso erging - die Idee zu „The Circle" war geboren. „Nach 14 Tagen waren 50 Prozent der Büroflächen bereits vermietet und angezahlt."

Das war noch vor der Pandemie. Aber auch in der neuen Normalität, in der große Bürokomplexe angesichts der stark wachsenden Bedeutung von Homeoffice ein wenig aus der Zeit gefallen wirken können, ist das Interesse riesig: Bereits seit Längerem seien alle Büroflächen ausgebucht. Es gibt eine Warteliste, jeden Tag kämen Anfragen herein. „Das Projekt ist für uns zukunftsträchtig, auch in diesen Zeiten. Die Mitarbeiter haben gar keine Lust auf ständiges Homeoffice, die Wichtigkeit sozialer Kontakte wird deutlich, und die gibt es in 'The Circle' en masse", berichtet Beulich aus eigener Erfahrung.

Die meisten der ansässigen Unternehmen sind außerdem auf Kundenkontakt angewiesen. Und es gibt ja bei Weitem nicht nur Büros in „The Circle". Im Untergeschoss zeigt Alexander Beulich eine Tiefgarage mit 71 Stellflächen, bei deren Bau man sich ausdrücklich „nicht an den Parkhäusern in Palma" orientiert habe. Extra breit und hell beleuchtet sind die ganz in Grün gehaltenen Stellplätze, die für 200 Euro im Monat vermietet werden. Dafür gibt es dann Videoüberwachung, ein modernes Brandmeldesystem mit Sprinkleranlagen und weitere Zusatzleistungen wie einen Hol- und Bringservice oder Autopflege. Weiterer Baustein sind die sogenannten Circle Boxes, also Lagerräume, die ebenfalls brand- und feuchtigkeitssicher konzipiert wurden. „Hier lässt sich auch wertvolle Kunst einlagern", erklärt Beulich.

„The Circle" lebt davon, dass die ansässigen Unternehmen untereinander in Kontakt kommen. Dafür stehen 2.600 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen bereit - etwa Konferenzräume, ein „Food Corner", der vom Restaurant La mia via in Port d'Andratx beliefert wird, oder auch Ecken, in denen Flipper- und andere Spiel-Automaten aufgestellt werden sollen. „Google-Style" nennt Alexander Beulich das. Sollte man das Gebäude nicht im eigenen Bestand halten, ist ein Plan, „The Circle" an einen Endinvestor zu verkaufen, der dann die Mieteinnahmen, pro Jahr rund 1,5 Millionen Euro, erhält.

Und wer weiß: Vielleicht ist „The Circle" nur der Anfang einer Bürorevolution auf Mallorca. Auf die Frage, ob man gleich nebenan nicht noch einen solchen Komplex hinstellen könnte, antwortet Beulich: „Es wird kaum hier nebenan sein, aber ich würde nicht Nein zu einem weiteren Projekt dieser Art sagen. Die Nachfrage wäre da."

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