28. März 2021
28.03.2021
Mallorca Zeitung

Spanische Arbeitsministerin garantiert auf Mallorca Fortführung der ERTEs

Yolanda Díaz war zu Gast in Calvià, wo sie mit der balearischen Ministerprásidentin Francina Armengol und Gewerkschaftsvertretern sowie Angestellten aus dem Tourismusbereich zusammenkam

28.03.2021 | 10:09
Arbeitsministerin Yolanda Díaz gibt in Calvià die Verlängerung der ERTEs bekannt.

Die in Spanien und auf Mallorca als ERTE bekannte Kurzarbeit wird auch über den 31. Mai 2021 hinaus verlängert. Das sicherte die spanische Arbeitsministerin Yolanda Díaz am Samstag (27.3.) bei einem Treffen mit der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol, Gewerkschaftsvertretern sowie Angestellten aus der Tourismusbranche zu. Die Garantie gelte mindestens für das gesamte Jahr 2021 und "noch weiter, falls es nötig ist", wie Díaz am Rande des Treffens im Garten des Rathauses von Calvià sagte.

Das bedeutet, dass zumindest in diesem Jahr Unternehmen aus den besonders von der Pandemie betroffenen Branchen ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit oder ganz freistellen können und dass diese bei 100-prozentiger Kurzarbeit 70 Prozent ihres Gehalts vom Arbeitsamt beziehen. Die Obergrenze liegt bei rund 1.100 Euro. Zusätzlich wird diese Zeit nicht von ihren bisher erworbenen Ansprüchen auf Arbeitslosengeld abgezogen.

Die Unternehmen werden für die in ERTE befindlichen Arbeitnehmer zum großen Teil davon freigestellt, Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen. Im Gegenzug dürfen sie bis mindestens sechs Monate nach Beendigung des ERTE keine Mitarbeiter entlassen.

Die Balearen waren und sind nach Angaben von Díaz stark von ERTEs betroffen. Zum Höhepunkt der Krise hätten sich auf den Inseln bis zu 199.000 Arbeitnehmer in Kurzarbeit befunden. Auch heute, ein Jahr nach Beginn der Pandemie, seien es immerhin noch 156.000 Menschen. Bislang habe man bereits 1,3 Milliarden Euro im Zuge von Kurzarbeit in die Wirtschaft der Balearen gepumpt, sagte Díaz.

Die Ausweitung der ERTEs auf das ganze Jahr 2021 und womöglich auch noch längerfristig sei deshalb nur logisch. "Es hat ja keinen Sinn, ein Hilfsmittel aufzugeben, das eine soziale Absicherung für 3,6 Millionen Arbeitnehmer in Spanien war und 550.000 Unternehmen gerettet hat", sagte Díaz in Calvià. /jk

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