30. März 2021
30.03.2021
Mallorca Zeitung

Maskenpflicht am Strand und in der Natur - Mallorca will Flexibilität

Zentralregierung vereinheitlicht die Regeln. Die Balearen-Regierung bittet Madrid um Beibehaltung der bisherigen Vorschriften auf den Inseln. Eine Entscheidung wird für Mittwoch (31.3.) erwartet

30.03.2021 | 12:57
Künftig bei strikter Auslegung der neuen Regeln nicht mehr erlaubt: eine Sonnenanbeterin an einem Stadtstrand in Barcelona.

Mit einer Veröffentlichung im Amtsblatt BOE hat die spanische Regierung am Dienstag (30.3.) die Maskenpflicht im öffentlichen Raum landesweit vereinheitlicht und noch einmal verschärft. Demnach gilt sie generell auch dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen im Freien eingehalten werden kann.

Bei einer strikten Auslegung der neuen Regeln müsste nun auch beim Sonnenbaden am Strand die Maske aufbleiben. Gleiches gilt etwa für das Wandern

Die Balearen-Regierung in Palma de Mallorca zeigte sich von den neuen Restriktionen überrascht. Am Mittwoch (31.3.) wolle man mit der Zentralregierung und den übrigen Regionen verhandeln, um bei der Auslegung des Gesetzes einen gewissen Spielraum zu haben.

Auf Mallorca und den Nachbarinseln galt zwar bereits zuvor eine strengere Regelung als in den übrigen Regionen. Demnach musste die Maske in der Öffentlichkeit so gut wie immer getragen werden. Strandbesucher mussten sie allerdings nur dann aufbehalten, wenn sie den Mindestabstand zu anderen Badegästen nicht einhalten konnten. Eine Familie, die sich zusammen am Strand aufhielt, durfte die Maske absetzen.

"Wir werden ausloten, inwieweit wir bei der Auslegung Spielraum haben", erklärte die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez am Dienstagnachmittag (30.3.) auf einer Pressekonferenz. Ein nationales Gesetz gelte selbstverständlich auch auf Mallorca und den Nachbarinseln. Sofern man aber Spielraum habe, wolle man diesen nutzen, um die bisherige Regelung beizubehalten.

Auch Spaziergänger am Ufer und Wanderer mussten die Maske auf Mallorca bislang nicht tragen, solange sie in Bewegung waren und in der freien Natur keinen anderen Menschen begegneten. An den Strandpromenaden hingegen galt bereits die Maskenpflicht.

Ausnahmen gelten - auch in der Madrider Neuregelung - für den Individual-Sport im Freien sowie für Menschen mit Atemwegserkrankungen, die über ein entsprechendes ärztliches Attest verfügen. Auch Kinder ab sechs Jahren sind zum Tragen einer Atemschutzmaske verpflichtet. Verstöße werden auf den Balearen mit Bußgeldern von bis zu 100 Euro geahndet. /ck  /tg

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