07. April 2021
07.04.2021
Mallorca Zeitung

Innengastronomie auf Mallorca bleibt weitere zwei Wochen geschlossen

Die Insel kehrt am Montag (12.4.) zu jenen Restriktionen zurück, die vor den Osterferien galten. Das bedeutet auch, dass man in eingeschränktem Ausmaß wieder Freunde und Verwandte besuchen darf

07.04.2021 | 18:08
Wirte dürfen weiterhin nur im Freien bewirten.

Nach den Osterferien kehrt Mallorca zwei Wochen lang zu jenen Restriktionen zurück, die vor Ostern galten. Das bedeutet, dass die Innengastronomie geschlossen und die Außengastronomie wohl auf 50 Prozent der Plätze beschränkt wird. Dafür darf man wieder Freunde und Verwandte besuchen und das spanische Festland bereisen, was über die Osterferien verboten war.

Die Entscheidung gab Regierungssprecher Iago Negueruela am Mittwochabend (7.4.) bekannt. Die Maßnahmen sollen am Freitag (9.4.) bei der Kabinettssitzung der Balearen-Regierung beschlossen werden und am Montag (12.4.) in Kraft treten. Die Maßnahmen erhielten die Unterstützung von Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände, obwohl die Gastronomen sich eine zaghafte Öffnung der Innengastronomie erhofft hatten.

Über Ostern galten in ganz Spanien - und somit auch auf Mallorca - zusätzliche Restriktionen, die spanienweit beschlossen worden waren, um eine Ansteckungswelle über die Osterferien zu verhindern. Dazu gehörten insbesondere das innerspanische Reiseverbot sowie die Bedingung, dass man sich in privaten Innenräumen nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt aufhalten darf. In der Praxis bedeutete das, dass man über die Osterferien und bis einschließlich Sonntag (11.4.) weder Freunde noch Verwandte besuchen durfte. Diese Restriktionen fallen am Montag weg.

Die von Gastronomen erhofften zusätzlichen Lockerungen wird es hingegen nicht geben, obwohl sich die 7-Tages-Inzidenz über die Feiertage auf einem niedrigen Level gehalten hatte. So wird wohl auch die frühe Sperrstunde von 17 Uhr noch zwei weitere Wochen gelten. Ab 22 Uhr müssen auf der Insel ohnehin alle zu Hause sein, weil auch die nächtliche Ausgangssperre aufrecht erhalten wird, bis Anfang Mai der spanienweite Alarmzustand enden soll. Zwischen 17 und 22 Uhr dürfen Restaurants Take-Away verkaufen oder Essen ausliefern. Auch die Beschränkung auf Vierertische bleibt vorerst bestehen.

Die Balearen-Regierung will die Restriktionen beibehalten, um zwei Wochen lang genau zu beobachten, wie sich die Feiertage auf die Inzidenz-Werte auswirken. Vor Ostern hatte man die Innengastronomie zunächst kurz geöffnet, um sie wenige Tage später wieder schließen zu müssen. Einen solchen Schritt will man diesmal vermeiden, erklärte Negueruela. "Das schadet nur den Unternehmen und ihren Angestellten."

Die Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT unterstützten die Maßnahmen. Das gemeinsame große Ziel sei es, im Sommer so gut wie möglich in die Tourismussaison zu starten und den Ruf als sichere Urlaubsdestination nicht zu gefährden. Deshalb werde man die Restriktionen unterstützen, die bislang gute Resultate gezeigt hätten. Der Unternehmerverband Pimem (kleine und mittlere Unternehmen) unterstützt die Politik der Balearen-Regierung, forderte aber kleine weitere Zugeständnisse wie die zaghafte Öffnung der Innengastronomie. Der Unternehmerverband Caeb stellte sich ebenfalls hinter die Beschlüsse und betonte die Bedeutung der Impfkampagne.   /tg

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