18. April 2021
18.04.2021
Mallorca Zeitung

Hoteliers auf Mallorca kritisieren Impfstrategie in Spanien

Nach Abschluss der Impfung der Risikogruppen müssten wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden, heißt es

18.04.2021 | 10:53
Staatssekretärin Calzón mit Ministerpräsidentin Armengol im Krankenhaus Son Llàtzer.

Die Impfstrategie der spanischen Zentralregierung stößt den Hoteliers auf Mallorca sauer auf. Nachdem die Staatssekretärin für Gesundheit, Silvia Calzón, bei einem Besuch auf Mallorca Ende vergangener Woche "strikte ethische Prinzipien" als Grundlage für die Impfreihenfolge angemahnt hatte, wirft der Hoteliersverband Madrid "Ausreden" vor.

Im Fall einer Priorisierung der Impfkampagne in Regionen, die stark vom Tourismus abhängen, werde niemandem die Impfung vorenthalten. Vielmehr gehe es darum, nach Abschluss der Impfung der Risikogruppen nicht allein das Alter als Kriterium für die weitere Reihenfolge heranzuziehen, erklärte die Vizepräsidentin des Verbands FEHM am Samstag (17.4.). "Es werden niemandem Impfungen gestohlen."

Die Hoteliers argumentieren, dass die Impfung gerade der Angestellten im Tourismus von hoher Bedeutung sei. Auf den Balearen sei das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 24 Prozent eingebrochen. Nun sei es entscheidend, dass die Saison im Mai oder Juni beginnen könne, damit der Tourismussektor reaktiviert werde. Dies zu berücksichtigen, habe keinen ethischen Konflikt zur Folge, sondern sei in erster Linie eine Frage der Organisation.

Bislang sind auf Mallorca gut 200.000 Impfdosen verabreicht worden, vollständig geimpft sind bislang aber nur gut 51.000 Personen, knapp 6 Prozent der Insel-Bevölkerung.

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