14. Mai 2021
14.05.2021
Mallorca Zeitung

Neue Kläranlage soll Abwasserproblem von Palma de Mallorca definitiv lösen

Madrid verpflichtet sich dazu, 105 Millionen Euro aus EU-Geldern beizusteuern. "Größte Investition in die Stadt seit Jahrzehnten", sagt der Bürgermeister

14.05.2021 | 17:55
Trübe Brühe: Die derzeitige Kläranlage in Coll d'en Rabassa stammt aus den 60er-Jahren.

Madrid investiert knapp 104,8 Millionen Euro in den Bau einer neuen Kläranlage am Stadtrand von Palma de Mallorca. Das entspricht 80 Prozent der gesamten Investitionskosten in Höhe von 131 Millionen Euro. Die restlichen 26,2 Millionen Euro für die Kläranlage muss Palma selbst aufbringen. Die neue Anlage soll direkt neben der bereits bestehenden im Hinterland des Stadtteils Coll d'en Rabassa gebaut werden. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten am Freitag (14.5.) in Madrid die spanische Ministerin für Energiewende Teresa Ribera, die Ministerpräsidentin der Balearen Francina Armengol und der Bürgermeister von Palma de Mallorca José Hila.

Die Balearen-Hauptstadt hat seit Jahrzehnten gravierende Abwasserprobleme. Bei starken Regenfällen, wie zuletzt Anfang der Woche, fließt immer wieder Schmutzwasser in die Bucht von Palma, weil die Auffangbecken überlaufen und die beiden Kläranlagen - eine weitere befindet sich bei Sant Jordi - überlastet sind. Die bestehende Kläranlage von Coll d'en Rabassa stammt aus den 60ern und somit aus den Jahren vor dem großen Bevölkerungs- und Besucheranstieg. Bislang war immer von ihrer "Erweiterung" die Rede. Eine Sprecherin der Stadt bestätigte der MZ jedoch, dass es sich bei dem nun vorgestellten Projekt tatsächlich um einen Neubau handelt. "Sobald die neue Kläranlage fertig ist, wird die alte abgeschaltet", sagte sie.

Laut dem um Superlative ohnehin selten verlegenen Bürgermeister von Palma José Hila handelt es sich um die größte Investition der Zentralregierung in die Stadt seit Jahrzehnten. Das Geld soll dabei allerdings aus den EU-Wiederaufbaufonds Next Generation stammen. Spanien stehen Hilfen und Kredite in Höhe von insgesamt 140 Milliarden Euro zu.

Die Vereinbarung soll nun noch im Juni von den Verwaltungsräten der Stadtwerke Emaya und der zentralstaatlichen Wassergesellschaft Acuaes ratifiziert werden. Die Planung sei schon weit fortgeschritten, heißt es in einer Pressemitteilung. Sobald die dem Ministerium in Madrid bereits vorliegende Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt sei, könnten die Arbeiten ausgeschrieben werden. Angepeilter Baubeginn wäre dann 2023, um die Arbeiten 2026 abschließen zu können. /ck

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