08. Dezember 2019
08.12.2019

Der Gebäude-TÜV müsste einen Schritt weitergehen

08.12.2019 | 01:00

Das Problem wird in den kommenden Jahren unweigerlich zunehmen: Wohnblocks auf Mallorca, die aufgrund ihres Alters tiefe Risse bekommen, wo mal ein Pfeiler bröckelt – oder auch mehr. In den vergangenen Tagen gab es gleich mehrfach Alarm in den Vierteln Pere Garau oder La Soledat. Ganze Mehrfamilienhäuser mussten evakuiert werden, weil sie einsturzgefährdet sind.

Zum Großteil schuld an dieser Situation ist die billige Bauweise vieler Gebäude speziell in den Vierteln von Palma, die in den 50er-, 60er und 70er-Jahren hochgezogen wurden. Damals begann der Touristenboom, Jahr für Jahr stieg die Zahl der Urlauber und damit auch die Zahl derer, die auf die Insel kamen, um im Tourismus zu arbeiten. Sie brauchten möglichst schnell möglichst viele Wohnungen. Und bezahlbar mussten sie sein. Da wurde dann häufig an der Qualität und der Bausubstanz gespart. Das macht sich jetzt bemerkbar.

Deshalb darf man sich wundern, warum es so lange gedauert hat, bis im Jahr 2011 endlich ein spanienweiter Gebäude-TÜV eingeführt wurde – ein wichtiger Schritt. Positiv ist auch die Erweiterung der Inspektion, die im Jahr 2015 in Kraft getreten ist und die Erstellung eines Energiezertifikats umfasst. Fehlen nur noch zwei Dinge: Erstens, dass die Eigentümer die Inspektionen auch tatsächlich veranlassen. Bisher sind die Strafen noch zu niedrig. Und zweitens, dass der nächste Schritt gemacht wird und die Eigentümer der Wohnungen, die eine schlechte Energiebilanz aufweisen, dazu verpflichtet werden, endlich zeitgemäß zu isolieren. Denn auch daran wurde zugunsten eines günstigen Preises gespart.

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