19. März 2020
19.03.2020
E-PAPER

So trotzt Mallorca der Corona-Krise: die neue MZ als E-Paper frei Haus

Lektüre für die Zeit des "Stubenarrests": Das hat die Redaktion der Mallorca Zeitung unter erschwerten Bedingungen in der Ausgabe vom 19.3. für Sie zusammengetragen

19.03.2020 | 12:37
In Bunyola steigt Eduard Riera jeden Tag um 18.30 Uhr mit seiner Xeremia auf das Dach seines Hauses, um den Menschen eine halbe Stunde lang Mut zu machen.

Spanien ist im Alarmzustand, Mallorca ist im Alarmzustand - und die MZ-Redaktion auch. In einer schwierigen Produktion mit sich überschlagenden Schlagzeilen und der Hälfte der Redaktion im Homeoffice haben wir zusammengetragen, was Sie derzeit über die Coronavirus-Krise auf der Insel wissen müssen. Die neue Ausgabe vom Donnerstag (19.3.) bekommen Sie an den Insel-Kiosken - sie dürfen dank Ausnahmeregelung weiterhin öffnen - oder noch einfacher als E-Paper direkt auf Ihren PC, Ihr Tablet oder Ihr Smartphone. 

MZ-Vize Frank Feldmeier hat mit einer Krankenschwester in Quarantäne und weiteren Angestellten des Gesundheitssystems darüber gesprochen, wie sie den Umgang mit den Patienten und die Vorsichtsmaßnahmen erleben sowie auch den abendlichen Applaus, der den "Helden in den Krankenhäusern" gilt.

Lisa Herding erklärt, was Arbeitnehmer in der aktuellen Lage wissen müssen - gerade für kleine Betriebe und Selbstständige ist die Situation kritisch.

"Es drohen viele Entlassungen und Pleiten", so der bekannte mallorquinische Ökonom Antoni Riera im Interview mit Redakteur Johannes Krayer. Die Situation erinnere stark an eine Theorie aus der Wirtschaftswissenschaft, an eine Situation, die im Prinzip nie eintritt. "Es geht dabei um die sogenannten Opportunitätskosten, also entgangene Erlöse, die dadurch entstehen, dass man vorhandene Möglichkeiten nicht wahrgenommen hat. Im derzeitigen Zustand des absoluten Stillstands verschwinden die Opportunitätskosten und damit im Grunde die gesamte wirtschaftliche Aktivität. Der Stillstand ist drastischer als bei einer Wirtschaftskrise."

Wie die Urlauber die Situation erleben, erzählt Redakteur Lars Kreye in seiner Reportage "Ab aufs Zimmer". Denn wer das Hotel verlässt, wird von der Polizei teils rüde zurückgeschickt. Aber auch Residenten haben wir zu ihren Erfahrungen mit der Krise befragt - zwölf Vertreter der Insel-Society berichten von ihrem persönlichen Ausnahmezustand.

Gerade noch auf die Insel gelangte Kollegin Simone Werner, die eigentlich auf einer Weiterbildung in Deutschland war, aber lieber vor deren Ende zurückkehrte. Fliegen in Zeiten des Corona-Virus - wie das aussieht, lesen Sie auf unserer letzten Seite.

In einer Zeit, in der Museen, Theater, Kinos und Konzerthallen geschlosen sind, muss niemand auf Kultur verzichten. Einen wahren Schatz an Aktionen und Angeboten hat unsere neue Kollegin Brigitte Rohm zusammengetragen. Die Vorstellung kann beginnen - auch zu Hause.

Ansonsten ist jetzt Zeit für richtig gut Kochen. Dazu gibt es Tipps der Inselköche für leckere Gerichte ohne viel Aufwand. Gastro-Autorin Martina Zender stellt zudem die 1898 Drinks Boutique in Marratxi vor, einen "Hort der guten Tropfen" - Weine gibt es hier von 2 bis 1.300 Euro. Der Laden darf auch während der Krise öffnen.

Eine besondere Herausforderung ist die Ausgangssperre auch für alle Sportler. Wie sich die Profifußballer zu Hause fit halten, erzählt Johannes Krayer - wobei auch die Klorolle nicht fehlen darf, Symbol der anfänglichen Hamsterkäufe in der Coronavirus-Krise. Ein spezielles Problem hat indessen Rafael Nadal in seiner abgeschotteten Nachwuchsakademie in Manacor.

Ist Ihnen auch der Begriff "confinamiento" untergekommen? Welche spanischen Vokabeln man so im "Hausarrest" braucht oder wie Sie sich mit Ihrem mallorquinischen Nachbarn über den Balkon hinweg über die Krise unterhalten können, lesen Sie auf der Sprachseite von Tom Gebhardt.

All diese Erfahrungen fließen im Leitartikel "Auf der Insel, unter uns" ein. Chefredakteur Ciro Krauthausen kommentiert, was die Abschottung bedeutet: "Wenn die letzten ­Urlauber die Insel verlassen haben", werden auf absehbare Zeit keine neuen hinzukommen – eine wirtschaftliche Katastrophe für eine Insel, die nicht ausschließlich, aber doch zu einem beträcht­lichen Teil von ihnen lebt." Freilich gelten die Reisebeschränkungen auch für Residenten: "Auf der Insel der ­Vielflieger und Pendler ist das eine völlig neue Erfahrung." 


Alle diese und weitere Themen in der neuen Printausgabe und hier als E-Paper. Das Einzelexemplar für alle Endgeräte gibt es schon ab 1,90 Euro, das Monatsabo für 7 Euro, das Jahresabo für 49 Euro. Oder lieber ein Abonnement der gedruckten Ausgabe? Hier finden Sie alle Angebote im Überblick.   /ff

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