Meinung | Inselstimmen
Es ist kaum zu glauben: Der Flughafen ändert das Design der Foltermaschine
MZ-Kolumnist MIguel Vicens kommentiert augenzwinkernd die neue Sicherheitsschleuse am Airport
Es war der mallorquinische Schriftsteller und Kolumnist Valentí Puig, der in einem der Texte, aus denen das reizvolle Buch „Vicis del temps“ besteht, die modernen Flughäfen mit dem katholischen Fegefeuer verglich, also jenem geheimnisvollen Ort, an dem die Seelen der Gläubigen, obwohl sie in der Gnade Gottes gestorben sind, für eine unbestimmte Zeit eingeschlossen bleiben, bis ihnen alle Sünden vergeben sind und sie in den Himmel aufsteigen.
Das Buch von Puig stammt von 1990. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben die Flughäfen ihre Methoden zur Folterung von Seelen auf der Durchreise weiter verfeinert. Das moderne Fegefeuer ist ein endloser Korridor, das Einsteigen in einen vollen Bus, eine vierstündige Verspätung mit zweimaligem Umsteigen am Gate oder das Passieren der Sicherheitsschleuse ohne Gürtel, Schuhe und Würde sowie mit einer ungeplanten Kontrolle des Handgepäcks, bis hin zur Intimität des Kulturbeutels, der Zahnbürste oder der Zahnpasta, als ob dieser Behälter genug C-4 enthalten könnte, um das Terminal in die Luft zu jagen. Wir haben diese serienmäßigen Schikanen hingenommen wie folgsame Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden.
Effizienter und passagierfreundlicher
Aber wie die Umgestaltung des Flughafens von Palma zeigt, die diese Woche die Halbzeit erreicht hat, ändert sich etwas im Design der Foltermaschine. Es ist kaum zu glauben: Sie wird effizienter und passagierfreundlicher. Zu diesem Zweck wurden die Sicherheitsfilter modernisiert, die nun in einer Minute erreicht werden können und deren neue Technologie die Wartezeiten minimiert und es den Reisenden erspart, Flüssigkeiten und elektronische Geräte aus dem Handgepäck zu holen. Der Betreiber Aena richtet neue, kürzere Verbindungswege mit den Abflug-Modulen ein, hat acht Boarding-Finger hinzugefügt und den Parkplatz umgestaltet, damit sich Mietwagen und Privatwagen nicht in die Quere kommen.
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