Meinung
Die Landesregierung scheint überfordert und macht deshalb folgenschwere Fehler
Die Abschaffung der Vorzugsbehandlung des Katalanischen oder die Bebauung von Naturschutzgebieten? Das gehört eigentlich nicht zum Programm der PP. Trotzdem stimmte sie im Parlament dafür. Ein Anzeichen von Nervosität, findet Johannes Krayer

Nervosität bei der Ministerpräsidentin? Marga Prohens im Balearen-Parlament. / B. Ramon
Fliegt der Volkspartei PP ihr Dekret zum Bürokratieabbau nun um die Ohren? Der peinliche Patzer bei der Abstimmung im Parlament, als die Konservativen versehentlich für die Abschaffung des Katalanischen in der öffentlichen Verwaltung und als Hauptsprache in den Schulen der Insel oder auch für die Bebauung von Naturschutzgebieten gestimmt haben, sollte nachdenklich machen.
Natürlich geht es im Parlament hektisch zu, es wird in jeder Sitzung Dutzende Male abgestimmt – und da kann es zu Fehlern kommen. Schließlich sind Menschen beteiligt, bei denen nach vielen Stunden die Konzentration auch einmal aussetzen kann.
Hat wenig mit Bürokratieabbau zu tun
Und trotzdem lässt dieser Fauxpas mehrere Schlüsse zu: Zum einen scheint das Dekret zum Bürokratieabbau, das eigentlich die öffentliche Verwaltung einfacher und schlanker werden lassen sollte, selbst zu einem echten Bürokratiemonster geworden zu sein. Die PP hat darin so viele Themen miteinander vermengt, die eigentlich nichts mit dem eigentlichen Ansinnen zu tun haben – wie etwa die bevorzugte Behandlung des Katalanischen –, dass sie selbst nicht mehr durchblickt.
Zum Zweiten ist auch eine gewisse Nervosität in Bezug auf die früheren Partner von Vox nicht von der Hand zu weisen. Man darf nicht vergessen, dass die PP seit dem Bruch mit den Rechtsextremen mit einer Minderheitsregierung versucht, die Balearen auf Kurs zu halten. Und dass die Konservativen im Parlament weiter auf die Stimmen der Rechten angewiesen sind, wenn sie Gesetze verabschieden wollen. Keine einfache Gemengelage, die Fehler begünstigt.
Spanische Übersetzung
¿Le estallará ahora en la cara al PP su decreto para reducir la burocracia? El bochornoso desliz en la votación parlamentaria, cuando los populares votaron inadvertidamente a favor de abolir el catalán en la administración pública y como lengua principal en las escuelas de la isla, así como también por la ulterior construcción en reservas naturales, da qué pensar. Por supuesto, las cosas pueden ponerse frenéticas en el Parlamento, con docenas de votaciones en cada sesión, y pueden producirse errores; al fin y al cabo, cualquiera puede perder la concentración después de muchas horas.
Sin embargo, este paso en falso permite sacar también otras conclusiones: en primer lugar, el decreto de desburocratización, que en realidad pretendía simplificar y agilizar la administración pública, parece haberse convertido en un auténtico monstruo burocrático en sí mismo. El PP ha mezclado allí tantas cuestiones que nada tienen que ver con la intención original – como es el caso del trato preferente al catalán – que ya no se ve por dónde cogerlas.
En segundo lugar, no se puede negar un cierto nerviosismo por parte del PP con relación a los antiguos socios de Vox. No hay que olvidar que el PP lleva intentando mantener el rumbo de Baleares con un gobierno en minoría desde su ruptura con la extrema derecha. Y que el PP sigue dependiendo de los votos de la derecha en el Parlament si quiere aprobar leyes. No es una situación fácil. Favorece que se cometan errores.
Abonnieren, um zu lesen
- Passagierin im durchgestarteten Eurowings-Flieger auf Mallorca: 'Die Leute haben vor Panik geschrien
- Nach 13 Jahren: Das 'Goodbye Deutschland'-Lokal Red Rubber Duck in Peguera hat zugemacht
- Das vierte Sturmtief binnen einer Woche: 'Oriana' sorgt auf Mallorca für Warnstufen am Wochenende
- Wegen 'erheblicher Verunsicherung': Steigenberger Hotel Camp de Mar bittet um Unterstützung und Vertrauen der Gäste
- Weißer Hai im spanischen Mittelmeer nachgewiesen: Studie bestätigt seltenen Fund
- Sturmtief 'Nils' fegt über Mallorca hinweg: Mehrere Eurowings-Flüge müssen ausweichen
- Warum bleiben wir nicht direkt hier?': Deutsche Mallorca-Urlauber wandern spontan aus und übernehmen 'Kegelbrüder-Bar
- Ehemalige 'Goodbye Deutschland'-Faneteria in Cala Millor eröffnet als 'Luxury Lounge' und mit neuer Betreiberin wieder

