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Meinung | Kommentar

Balearen-Regierung in der Krise: Prohens sollte Neuwahlen ausrufen, aber ...

Die Ausgangslage ist nicht schlecht für die balearische Ministerpräsidentin, meint Patrick Schirmer Sastre

Gibt es bald Neuwahlen auf Mallorca?

Gibt es bald Neuwahlen auf Mallorca? / DM

Wie häufig Marga Prohens wohl schon „Wie komme ich aus einer toxischen Beziehung raus“ gegoogelt hat? Der Ministerpräsidentin sollte schon längst, spätestens aber seit dieser Woche klar sein, dass Vox als Partner keine verlässliche Option ist. Und dass mit jeder Woche, in der das Theater weitergeht, ihre politische Handlungsfähigkeit infrage gestellt wird. Denn faktisch ist sie weiter von Vox abhängig. Ihre nach der Sommerpause und dem „Ende“ des Rechtspakts angekündigte Charme-Offensive in Richtung der anderen Parteien ist quasi ausgeblieben. Einzig mit Més-Chef Lluis Apesteguia gab es zwischenzeitlich Feeling, aber keine der beiden Parteien könnte den Wählern ein enges schwarz-grünes (um es mit der politischen Farbenlehre Deutschlands zu sagen) Bündnis vermitteln. Und mit der PSOE scheint die Stimmung derzeit etwa so gut wie zwischen den beiden Koreas.

Zwei Optionen

So bleiben Prohens nur zwei Optionen. Entweder sie bringt noch durch ein Wunder ihren Haushalt für 2025 durch – und verlängert damit womöglich ihr Leid. Oder sie ruft Neuwahlen aus. Die Ausgangslage ist aus Prohens’ Sicht fast ideal. Die PSOE ist seit dem Weggang von Francina Armengol nach Madrid führungslos. Vox hat so viele interne Probleme, dass es eine Weile dauern dürfte, bis die Partei sich personell neu aufstellen kann. Und Prohens könnte vielen Wählern vermitteln, dass das ganze Chaos nur die Schuld von Vox ist. Ob dies nun stimmt oder nicht. Sie hätte die Chance auf eine absolute Mehrheit. Allerdings: Erreicht sie diese nicht, geht das Theater wieder von vorne los.

¿Cuántas veces habrá buscado Marga Prohens en Google „cómo salir de una relación tóxica“? La presidenta debería haberse dado cuenta hace tiempo, a más tardar desde esta semana, de que Vox no es una opción fiable como socio. Y que con cada semana que dura el teatro, su capacidad de actuación política queda en entredicho. De hecho, sigue dependiendo de Vox. Su ofensiva de encanto hacia el resto de partidos anunciada tras el parón veraniego y el «fin» del pacto de derechas practicamente no se ha materializado. Sólo con el líder de Més, Lluis Apesteguia, ha habido un feeling temporal, pero ninguno de los dos partidos ha podido ofrecer a los votantes una estrecha alianza verdinegra (por usar la teoría alemana del color político). Y las relaciones con el PSOE parecen actualmente tan bueno como entre las dos Coreas.

A Prohens sólo le quedan dos opciones: o saca adelante milagrosamente su presupuesto para 2025, lo que podría prolongar su sufrimiento. O convoca nuevas elecciones. Desde el punto de vista de Prohens, la posición de partida es casi ideal. El PSOE está sin líder desde la marcha de Francina Armengol a Madrid. Vox tiene tantos problemas internos que el partido puede tardar en reorganizar su personal. Y Prohens podría transmitir a muchos votantes que todo el lío es solo culpa de Vox. Sea esto cierto o no. Marga Prohens tendría posibilidades de mayoría absoluta. Sin embargo, si no la consigue, todo el drama volverá a empezar.

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