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Meinung | Kommentar

Corona steckt weiter in uns - wir sollten das Beste daraus machen

Fünf Jahre sind seit Beginn der Pandemie vergangen. Auf den ersten Blick ist auf Mallorca so wie immer. Auf den zweiten Blick nicht. In mancher Hinsicht ist das gut so, findet MZ-Redakteurin Sophie Mono

Das Coronavirus hat Mallorca nachhaltig verändert

Das Coronavirus hat Mallorca nachhaltig verändert / dpa

Fünf Jahre ist es her, dass der erste Corona-Fall auf Mallorca registriert wurde. Fünf Jahre, die einem oft viel länger vorkommen. Wer zurückdenkt an jene Zeit, als die Welt kopfstand, bekommt das Gefühl, dass all dies in einer Parallelwelt stattgefunden hat, nicht im wirklichen Leben.

Denn irgendwie ist ja schon lange wieder alles so wie vorher. Wir quetschen uns in überfüllte Verkehrsmittel, wir machen Party und husten uns in der Supermarktschlange ungeniert gegenseitig an. Desinfektionsmittel gehören schon lange nicht mehr zu dem Standardrepertoire in unserer Handtasche, dafür sind die zwei besos zur Begrüßung wieder so etabliert wie eh und je. Und dass die Urlaubermassen, die wir doch in dieser Intensität so wenig vermisst haben, als wir die Insel während Corona für uns alleine hatten, längst wieder da sind – und noch mehr als zuvor –, ist auch kein Geheimnis.

Subtile Veränderungen

Und doch: Corona hat uns verändert. Als Gesellschaft und als Individuen. Subtiler zwar, aber bei genauerem Hinsehen unverkennbar. Bei vielen Menschen haben sich die Prioritäten verschoben. Mehr Lebensqualität und Freizeit statt nur das ewige Hamsterrad. Mehr den Moment genießen, statt auf eine bessere ferne Zukunft zu warten, die vielleicht eh nie eintrifft. Gleichzeitig ist die Gesellschaft polarisierter als je zuvor. Corona hat den Anstoß gegeben, hat Fake News und Verschwörungstheorien Aufschwung gegeben. Bis heute ist das spürbar, wenn auch mit anderen Themen. Corona hat uns verändert – auch auf Mallorca. Bleibt zu hoffen, dass jeder für sich hin und wieder innehält – und positive Lehren aus dieser Zeit zieht.

Übersetzung ins Spanische

Han pasado cinco años desde que se registró el primer caso de covid en Mallorca. Cinco años que a menudo parecen mucho más largos. Si uno piensa en aquella época, cuando el mundo estaba patas arriba, tiene la sensación de que todo ocurrió en un mundo paralelo, no en la vida real. Porque, de alguna manera, hace tiempo que todo ha vuelto a ser como antes. Nos apretujamos en transportes públicos abarrotados, salimos de fiesta y tosemos en la cola del supermercado. El desinfectante hace tiempo que dejó de formar parte del repertorio obligado de nuestros bolsos. Nos volvemos a dar los dos besos de toda la vida. Y no es ningún secreto que las aglomeraciones de turístas, que tan poco echábamos de menos cuando teníamos la isla para nosotros solos durante la pandemia, hace tiempo que han vuelto, e incluso más que antes.

Y, sin embargo: el covid nos ha cambiado. Como sociedad y como individuos. De manera sutil, pero inconfundible si se examina más de cerca. Muchas personas han cambiado sus prioridades. Más calidad de vida y tiempo libre en lugar del eterno círculo vicioso. Disfrutar más del momento en lugar de esperar un futuro lejano y mejor que puede que nunca llegue. Al mismo tiempo, la sociedad está más polarizada que nunca. El covid ha impulsado los bulos y las teorías conspirativas. Sigue siendo así, aunque con otros temas. El covid nos ha cambiado. Solo nos queda esperar que todos nosotros nos detengamos de vez en cuando para sacar lecciones positivas de esta época.

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