Meinung | Kommentar
Warum Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera kein echtes Wir-Gefühl aufbringen können
Die Gründe sind vielfältig und finden sich sowohl in der Geografie als auch in der Geschichte der Balearen

Ein Mann auf seiner Llaüt: Insulaner bleiben eben Insulaner. / Miquel Massuti
Der 1. März steht vor der Tür – und wie jedes Jahr weiß niemand so richtig, was er damit anfangen soll, mit diesem Feiertag, der sich Tag der Balearen nennt. Klar, die vier großen Inseln haben einiges gemeinsam. Die Sprache, eine Landesregierung, einen öffentlich-rechtlichen Sender. Auch Wohnungsnot, niedrige Gehälter und Massifizierung sind mittlerweile überall angekommen. Aber darüber hinaus? Ein richtiges Balearen-Gefühl scheint es nicht zu geben. Und das hat durchaus seine Gründe.
Auch in Zeiten der Globalisierung eine Insel
Zunächst ist eine Insel auch in Zeiten der Globalisierung immer noch eine Insel. So sehr man einander nahe ist, so sehr schwimmen immer noch Fische und Yachten zwischen den im Wasser verstreuten Felsen. Auch eine gemeinsame Geschichte ist nur in Teilen auszumachen. Jede Insel hatte andere Eroberer und andere wirtschaftliche Beziehungen. Da blieb wenig Zeit, an einem Gemeinschaftsgefühl zu arbeiten. Zumal das Verhältnis auch nicht immer nur positiv gestimmt ist. Die Sorge, dass Mallorca als größte Insel die Macht konzentriert, ist durchaus präsent bei den kleineren Nachbarn. Mal abgesehen davon, dass es unter den Inseln die gleichen Rivalitäten gibt, wie sie auch unter Nachbardörfern überall auf der Welt existieren.
Insulaner sind eben Insulaner
Die Einzigen, die in letzter Zeit ein „Balearen-Feeling“ konstruieren wollen, sind rechte Akteure. Und da geht es vor allem darum, die Inseln von den bösen, bösen Katalanen abzugrenzen. Aber: Dass es dieses Gemeinschaftsgefühl nicht gibt, scheint auch niemanden wirklich zu stören. Am Ende sind Insulaner eben Insulaner. Und kümmern sich lieber um ihren eigenen Kram.
El 1 de marzo está a la vuelta de la esquina y, como cada año, nadie sabe muy bien qué hacer con este festivo llamado Dia de les Illes Balears. Claro, las cuatro islas principales tienen algunas cosas en común: el idioma propio, un gobierno autonómico, una radiotelevisión pública. También la crisis de la vivienda, los salarios bajos y la masificación han llegado ya a todas partes. Pero más allá de eso, ¿qué hay? No parece existir un verdadero sentimiento balear, y eso tiene sus razones. Para empezar, una isla, incluso en tiempos de globalización, sigue siendo una isla. Por muy cerca que estén unas de otras, siguen habiendo peces y yates navegando entre estas rocas esparcidas en el agua. Además, la historia común es solo parcial. Las isla tuvieron distintos invasores y distintas relaciones económicas. No hubo mucho tiempo para construir un sentimiento de comunidad. Y tampoco es que la relación entre ellas haya sido siempre positiva. La preocupación de que Mallorca, como isla más grande, concentre el poder está presente entre sus vecinas más pequeñas. Sin mencionar que entre las islas existen las mismas rivalidades que hay entre pueblos vecinos en cualquier parte del mundo. Los únicos que últimamente han intentado construir un „sentimiento balear“ son algunos sectores de la derecha, con el objetivo principal de diferenciar las islas de los „malvados“ catalanes. Pero lo cierto es que la falta de este sentimiento de comunidad tampoco parece molestar a nadie. Al final, los isleños son isleños. Y prefieren ocuparse de sus propios asuntos.
- Am helllichten Tag: 85-jähriger deutscher Mallorca-Urlauber von Motorrad-Gangstern ausgeraubt
- Flugunglück aufgeklärt: Wieso der in Deutschland wohnhafte Pilot mit seinem Sohn vor Mallorca abstürzte
- Überhitzte Powerbank: Feuerwehr-Einsatz in Ryanair-Maschine aus Nürnberg auf Mallorca
- Mallorca-Urlaub in Zeiten des Treibstoffmangels: Darum rät Easyjet jetzt zum schnellen Ticketkauf
- Deutscher Mallorca-Urlauber findet ein eingeritztes Hakenkreuz an seinem BMW
- Alles wie immer' beim Bierkönig-Opening am Ballermann: 'Hier kann ein Staatsanwalt um 13 Uhr besoffen feiern
- Krawall bei Anreise zum Bierkönig-Opening: Polizei erwartet Urlauber am Flughafen Mallorca
- Schlägerei an der Playa de Palma: Deutscher Urlauber erleidet Schädel-Hirn-Trauma und verliert Zahnteile

