Meinung | Kommentar
Fischzucht auf Mallorca: Die einzige Lösung, um unseren Hunger auf Fisch zu stillen?
Der meiste Fisch auf der Insel stammt gar nicht aus balearischen Gewässern, sondern aus der Fischzucht, die einige Kontroversen mit sich zieht

An der Playa de Palma wird der Fisch gezüchtet, der bei Ihnen auf dem Teller landet / Nele Bendgens
An einem Ort, der vom Meer umgeben ist, viel Fisch zu essen, liegt eigentlich nahe. Doch nicht jeder setzt sich mit dem Ursprung der Fische im Supermarkt oder im Restaurant auseinander. Nur die wenigsten davon stammen aus balearischen Gewässern.
Nicht so viel Mitgefühl mit den Fischen
Bei anderen tierischen Produkten hat man sofort Bilder aus der Massentierhaltung im Kopf. Bei Meerestieren ist das nicht so. Das könnte daran liegen, dass wir sie als entferntere Lebewesen wahrnehmen: Die Augen von Schweinen und Kühen ähneln eher unseren, und Hühner atmen zumindest durch ihre Lungen und nicht durch Kiemen. Dabei ähnelt die Fischzucht in vielerlei Hinsicht der Massentierhaltung an Land: Viele Tiere leben auf engem Raum, sehen in den ersten Lebensmonaten kein Tageslicht und werden später in Netzkäfigen im Meer gehalten. Es müssen schnell viele Fische produziert werden, um unseren Hunger an Fisch zu stillen. Das kann mit Umweltproblemen einhergehen und wirft die Frage auf, inwieweit andere Fischbestände für die Produktion des zur Fütterung verwendeten Fischmehls dezimiert werden müssen. Zudem werden die Fische hin- und hertransportiert zwischen Mallorca und dem Festland, was allerdings immer noch besser ist, als kanadischer Räucherlachs oder argentinische Garnelen um die ganze Welt zu fliegen.
Alternative für bewusste Konsumenten
Da ist es gut, dass es auf Mallorca für bewusste Konsumenten eine Alternative gibt. Die Fischbestände rund um die Insel sind nicht bei allen Arten, aber doch bei einigen noch vergleichsweise stabil. Wenn Fisch, dann Fisch aus balearischen Gewässern und dann auch möglichst in Maßen.
Spanische Übersetzung
En un lugar rodeado por el mar, comer mucho pescado parece algo natural. Sin embargo, no todos reflexionan sobre el origen del pescado en los supermercados o restaurantes. Pocos provienen de las aguas baleares. Con otros productos animales, inmediatamente pensamos en la ganadería industrial. No así con los productos del mar. Esto puede deberse a que los percibimos como seres más distantes a nosotros: los ojos de los cerdos y las vacas se parecen a los nuestros, y las gallinas respiran por sus pulmones, no por branquias. Sin embargo, la acuicultura es muy similar en muchos aspectos a la ganadería industrial: muchos animales viven en espacios reducidos, no ven la luz del día en los primeros meses y luego son mantenidos en jaulas en el mar. Se han de producir rápidamente muchos peces para satisfacer nuestro hambre a pescado. Esto puede generar problemas ambientales y plantea la pregunta de en qué medida se diezman las poblaciones de otros peces para producir la harina de pescado utilizada en su alimentación. Además, los peces han de ser transportados entre Mallorca y la península, aunque ello siga siendo mejor que el salmón ahumado canadiense o las gambas argentinas que viajan por todo el mundo hasta llegar a nuestro plato. Afortunadamente, en Mallorca existe una alternativa para los consumidores conscientes. Las poblaciones de peces alrededor de la isla no son estables para todas las especies, pero para algunas sí. Si comemos pescado, que sea de aguas baleares y, en lo posible, con moderación.
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