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Meinung | Fels in der Brandung

Es gibt nichts Gutes. Außer, man tut es

Der MZ-Kolumnist Lutz Minkner plädiert am Beispiel des Lions Club Palma für mehr gesellschaftliches Engagement

Einer der Fahrer des Lebensmittelprojekts Comida para Todos des Lions Club Palma bei der Arbeit.

Einer der Fahrer des Lebensmittelprojekts Comida para Todos des Lions Club Palma bei der Arbeit. / Nele Bendgens

Als ich über ein Thema für meine neue Kolumne nachdachte, erhielt ich eine Mail vom Lions Club Palma zu deren Projekt „Comida para todos – Essen für alle“. Der Vorstand Dagmar Daum de Waard und ihre Mitstreiter Wolfgang Krämer, Claudia Joest und Claudia Schmaler berichteten über ihre Arbeit im 1. Quartal 2025: Täglich wurden 25 Lidl-Filialen angefahren, um dort überwiegend Obst und Gemüse (80.646 kg) abzuholen und es an 15 Hilfsorganisationen wie Mallorca Sense Fam, El Tardor, SOS Mamas, Es Refugi, Can Gaza u.a. zu verteilen. Damit konnten etwa 10.000 hilfsbedürftige Personen erreicht werden. Seit 16 Jahren betreiben die Löwen das Projekt – ehrenamtlich. Die Mallorca Zeitung hat in 2024 die Lions mit dem „Preis für gesellschaftliches Engagement“ ausgezeichnet.

Nur Beifall klatschen hilft nicht weiter

Die Lions erhielten viel Beifall. Aber die Aufmerksamkeit hielt nur eine Zeitungswoche, konnte nicht in Engagement neuer Helfer oder gar in eine signifikante Steigerung des Spendenaufkommens umgesetzt werden. Deshalb will ich die Bilanz der Lions zum Anlass nehmen, an Ihre Spendenbereitschaft und ihr gesellschaftliches Engagement zu appellieren.

Erich Kästner wird das Zitat „Es gibt nichts Gutes. Außer, man tut es“ zugeschrieben. Kästner meinte damit, dass das Gute nicht von allein entsteht, dass auch gute Absichten die Gesellschaft nicht voranbringen, sondern das Einsichten und gute Absichten in Taten umgesetzt werden müssen. Für die Umsetzung in Taten sind die wichtigsten Tools Geld und Zeit.

Aber: Wohin soll ich spenden?

Jeder sollte sich ganz individuell das gesellschaftliche Ziel und die Organisation für seine Geldspende heraussuchen, die ihm besonders am Herzen liegen: Armut, Kinderschutz, Gesundheit, Forschung, Bildung, Kultur, Tierschutz, Klima, usw. Die „Königsklasse“ des gesellschaftlichen Engagements ist das „Ehrenamt“, die Hingabe von Zeit und Arbeit für eine gesellschaftlich relevante Aufgabe. Und da komme ich zurück auf das Projekt der Lions und ihrer Partnerorganisationen: Die Organisation und die Betreuung von Lebensmittel-Ausgabestellen und Tafeln braucht insbesondere Menschen, die ihre Zeit und Arbeit gemeinsam mit anderen für den guten Zweck einsetzen wollen. Vielleicht wäre das etwas für Sie?

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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