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Meinung | Kommentar

Warum Marga Prohens sich mit ihrem umstrittenen Katalanisch-Plan durchsetzen könnte

Die mallorquinische Gesellschaft hat sich sehr verändert. Das könnte den Widerstand hemmen, schreibt Patrick Schirmer Sastre

Demo gegen das Bildungsgesetz am 29. September 2013.

Demo gegen das Bildungsgesetz am 29. September 2013. / DM

Es ist ein Leichtes, angesichts des Haushaltsabkommens zwischen PP und Vox den Untergang Mallorcas auszurufen. Schließlich haben die Konservativen Wunden geöffnet, wo es nicht notwendig war. Warum an der Sprachpolitik in den Schulen rütteln, wenn ohnehin alle Kinder auf der Insel Spanisch lernen, nicht immer aber Katalanisch? Warum in der Migrationskrise Härte zeigen, anstatt nach vernünftigen Lösungen für ein landesweites Problem zu suchen? Und warum das Gesetz zur Vergangenheitsbewältigung kippen, das der Versöhnung diente? Marga Prohens spricht von „Stabilität“, könnte aber unnötige Konflikte verursachen.

Würden wieder 100.000 auf die Straße gehen?

Zumindest scheint es so im ersten Moment. Doch bei näherer Betrachtung ist das nicht sicher. Beispiel Katalanisch: Würden heute wieder über 100.000 Leute für die Sprache auf die Straße gehen wie im Jahr 2013, als die PP einen ähnlichen Plan anstrebte? Hat sich die mallorquinische Gesellschaft seither nicht allzu gewandelt? Eine neue Generation an Einwanderern aus dem globalen Norden und Süden ist da.

Und keiner von ihnen macht den Eindruck, sich besonders für die Inselsprache zu interessieren. Zumal die Mallorquiner von ihrer eigenen Insel verdrängt werden. Und mit Massentourismus und Wohnungsnot genug Probleme haben. Auch von der Opposition ist nicht viel zu erwarten. Die Sozialisten sind ohne Francina Armengol kopflos, eine echte Führungskraft ist nicht in Sicht. Die anderen Parteien sind zu klein.

Vielleicht kommt Prohens also tatsächlich mit ihrem Plan durch. Nicht weil er gut ist. Sondern weil alle zu erschöpft sind, um sich zu wehren.

Es fácil proclamar el hundimiento de Mallorca ante el acuerdo presupuestario entre el PP y Vox. Al fin y al cabo, los conservadores han abierto heridas donde no era necesario. ¿Por qué agitar la política lingüística en las escuelas cuando todos los niños de la isla aprenden castellano de todos modos, pero no siempre catalán? ¿Por qué mostrar dureza en la crisis migratoria en lugar de buscar soluciones sensatas a un problema de alcance nacional? ¿Y por qué derogar la Ley de Memoria histórica, que servía para la reconciliación? Marga Prohens habla de „estabilidad“, pero podría provocar conflictos innecesarios. Al menos eso es lo que parece al principio. Pero si se mira más de cerca, esto no es seguro. Tomemos el catalán, por ejemplo: ¿volverían a salir hoy a la calle más de 100.000 personas por la lengua, como hicieron en 2013? No ha cambiado demasiado la sociedad mallorquina desde entonces? Ha llegado una nueva generación de inmigrantes del Norte y Sur global, y ninguno de ellos da la impresión de estar especialmente interesado en la lengua de la isla. Encima los mallorquines están siendo desplazados de su propia isla. Y ya tienen suficientes problemas con el turismo y la crisis de la vivienda. Tampoco se puede esperar nada de la oposición. Sin Armengol, los socialistas están descabezados y no hay ningún líder a la vista. Los demás partidos son demasiado pequeños. Así que quizás Prohens consiga salirse con la suya. No porque su plan sea bueno, sino porque todos están demasiado agotados para presentar batalla.

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