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Meinung | KOMMENTAR

Sharing Economy auf Mallorca: Zusammen kommen wir weiter

Weniger Besitz, mehr Gemeinschaft: Die Finca-Genossenschaft Son Sard auf Mallorca lebt seit Jahren, was viele erst anstreben – nachhaltiges Wohnen durch Teilen

Eine Finca auf Mallorca in Gemeinschaftsbesitz - die deutsche Genossenschaft Son Sard e.G. macht es vor.

Eine Finca auf Mallorca in Gemeinschaftsbesitz - die deutsche Genossenschaft Son Sard e.G. macht es vor. / Nele Bendgens

Schon der griechische Philosoph Heraklit sah Veränderung als das Grundprinzip des Kosmos an. „Nichts ist so beständig wie der Wandel“, wird er oft zitiert. Dass die Ressourcen auf unserem Planeten endlich sind, scheinen mittlerweile immer mehr Menschen verstanden zu haben. Die Sharing Economy ist auf dem Vormarsch: Ressourcen, Güter oder Dienstleistungen werden geteilt, gemietet oder getauscht, anstatt sie zu besitzen. Das spart Kosten, reduziert den Ressourcenverbrauch und fördert Nachhaltigkeit. „Weniger ist mehr“, ist heutzutage hip.

Die deutsche Genossenschaft Son Sard e.G. lebt mit ihrer geteilten Finca auf Mallorca bereits seit über zehn Jahren nach diesem Prinzip. Hier teilen sich Menschen ihre Zweitwohnung auf der Insel, anstatt weiteren Wohnraum durch Leerstand zu blockieren. Ein Projekt mit Vorbildcharakter, in dem sich persönliche Befindlichkeiten dem Willen der Gemeinschaft freiwillig unterordnen. Gibt es dabei manchmal Probleme? Sicherlich.

Aber ist nicht mehr Toleranz etwas, was wir alle lernen sollten? Wieder mehr miteinander, anstatt gegeneinander zu denken. Die Ellenbogengesellschaft, basierend auf Egoismus, Konkurrenzkampf und Eigennutz, hat uns bis hierher gebracht. Viele sind ausgebrannt und einsam. Dafür wären Wohngemeinschaften und Mehrgenerationenhäuser durchaus eine Lösung. Dass dabei auch mal die Fetzen fliegen, gehört dazu. Aber wenn wir selbst zu Hause nicht teilen und verzichten können, wie soll das dann im Großen gelingen?

Spanische Übersetzung

El filósofo griego Heráclito ya consideraba el cambio como el principio fundamental del cosmos. „Nada es tan constante como el cambio», se le cita a menudo. Cada vez más personas parecen haber comprendido que los recursos de nuestro planeta son finitos. La economía colaborativa está en auge: los recursos, los bienes o los servicios se comparten, se alquilan o se intercambian, en lugar de poseerse. Esto ahorra costes, reduce el consumo de recursos y fomenta la sostenibilidad. „Menos es más“ está de moda.

La cooperativa alemana Son Sard e.G. lleva más de diez años viviendo según este principio con su finca compartida en Mallorca. Los miembros comparten su segunda residencia en la isla, en lugar de bloquear más espacio habitable con viviendas vacías. Un proyecto ejemplar en el que las sensibilidades personales se subordinan voluntariamente a la voluntad de la comunidad. ¿Hay a veces problemas? Sin duda.

Pero ¿no es la tolerancia algo que todos deberíamos aprender? Volver a pensar más de manera conjunta y no en contra del otro. La sociedad competitiva, basada en el egoísmo, la rivalidad y el interés propio, nos ha llevado hasta aquí. Muchos están agotados y se sienten solos. Las comunidades residenciales y las casas multigeneracionales serían una solución para ello. Es normal que a veces haya discusiones. Pero si no somos capaces de compartir y renunciar a cosas en nuestra propia casa, ¿cómo vamos a conseguirlo a gran escala?

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