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Meinung

Gegen das Trauerspiel Baulizenzen kann nur mit mehr Personal vorgegangen werden

Die 53 verschiedenen Bauordnungen in den 53 Gemeinden und der Personalmangel erschweren einfache Lösungen für die Baugenehmigungen, kritisiert Johannes Krayer

Auch ohne Genehmigung erbaut und inzwischen abgerissen: zwei Apartmentblöcke in der Cala Llamp.

Auch ohne Genehmigung erbaut und inzwischen abgerissen: zwei Apartmentblöcke in der Cala Llamp. / Foto: DM

Wenn sogar der ehemalige Raumdezernent und Bürgermeister eines bei Zweithausbesitzern beliebten Ortes Baufirmen dazu ermutigt, gegen die Gemeinden zu klagen, dann liegt einiges im Argen. Baugenehmigungen sind auf Mallorca ein Trauerspiel. Es ist ja nicht so, dass die Beteiligten nicht willens wären. Den Zuständigen in einigen der Gemeinden ist das Problem bewusst, dass sie vom Eingang des Antrags bis zur Lizenz auch mal zwei Jahre verstreichen lassen. Die meisten Architekten bemühen sich, korrekte Anträge abzugeben.

Und die Politik ist sich über das massive Problem ebenfalls im Klaren. Immer wieder gibt es Ansätze, um dem Missstand beizukommen. So sollen in Palma externe Firmen die Bearbeitung der Bauanträge übernehmen, um die Verwaltung zu entlasten. Das bringt allerdings wenig Entlastung, weil die Beamten im Rathaus die Endfassung trotzdem absegnen und deshalb komplett durcharbeiten müssen. Sie sind verantwortlich für eventuelle Fehler.

Auch die Korruptionsfälle wiegen schwer

Es ist die Komplexität der Angelegenheit, die einfache Lösungen verhindert. Da sind die 53 verschiedenen Bauordnungen in den 53 Gemeinden, die alle ein bisschen unterschiedlich ausgestaltet sind. Da ist der dramatische Personalmangel, den auch die fleißigsten Beamten nicht annähernd wettmachen können. Und da ist die Vorgeschichte der Insel mit zahlreichen Korruptionsfällen bei Bauprojekten, die wie Blei auf den Baudezernaten der Gemeinden lasten. Deshalb kann der Appell vorerst nur lauten: Mehr Personal einstellen und dem Thema eine noch höhere Dringlichkeit geben.

Spanische Übersetzung

Cuando incluso un exconcejal de Urbanismo y exalcalde de un municipio popular entre los propietarios de segundas residencias anima a las constructoras a demandar a los ayuntamientos, algo está claramente mal. Las licencias de construcción en Mallorca son un verdadero drama.

No es que los implicados no tengan voluntad. Los responsables en varios municipios son conscientes del problema de que entre la entrada de la solicitud y la concesión de la licencia puedan pasar hasta dos años. La mayoría de arquitectos se esfuerzan por presentar solicitudes correctas. Y la política también es consciente del grave problema. Una y otra vez surgen intentos para solucionarlo. Así, en Palma, empresas externas deberán asumir la tramitación de las solicitudes de obra para aliviar a la administración. Sin embargo, eso aporta poco alivio, porque los funcionarios municipales deben aprobar la versión final y revisarlo todo igualmente. Son responsables de los posibles errores.

Es la complejidad del asunto la que impide soluciones simples. Existen 53 normativas urbanísticas diferentes en los 53 municipios, todas con ligeras variaciones. Hay además una grave falta de personal, que ni los funcionarios más diligentes pueden compensar. Y está el pasado de la isla, con numerosos casos de corrupción urbanística que pesan como plomo sobre los departamentos municipales de urbanismo. Por eso, el llamamiento, por ahora, solo puede ser: contratar más personal y dar una mayor urgencia al tema.

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