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Meinung

Angekündigte Schließung des deutschen Supermarkts auf Mallorca: Frau Voigt, überlegen Sie es sich bitte noch einmal!

Die Betreiberin des SAM hatte angekündigt, noch 2026 schließen zu wollen. So weit muss es nicht kommen – sofern sie eine Sache beherzigt

Noch hat der SAM an der Playa de Palma nicht geschlossen.

Noch hat der SAM an der Playa de Palma nicht geschlossen. / Nele Bendgens

Kaum ein Thema hat in jüngster Zeit für so viel Aufregung in der deutschsprachigen Community auf Mallorca gesorgt wie die Zustände und die mögliche Schließung des SAM. Auch aus eigener Erfahrung als Stammkundin kann ich sagen: Das liegt auch daran, dass uns allen sehr viel an den Produkten und Geschmäckern der Heimat liegt. Deutsche Kroketten (ohne Füllung), Salami (ohne die großen Fettstücke, auf die man in der spanischen beißt), Eierlikör für den Kuchen, Rhabarber-Saft für die Schorle oder Körnerbrot, das selbst aus Rohlingen aufgebacken besser als die „Alternativen“ der herkömmlichen Supermärkte schmeckt. Unter anderem dafür bin ich zum SAM gefahren.

Für eine Summe, die in meinem Fall nie einstellig, aber auch nie dreistellig ist, bekomme ich eine große Portion Nostalgie. Den Aufpreis zahle ich gerne. Eine Produktpalette von 15.000 Artikeln! Kein Wunder, dass andere, mit Kühltaschen bepackt, dafür auch über die ganze Insel fahren. Ein solches „deutsches“ Geschäft auf Mallorca zu führen und stets den Überblick zu bewahren, ist logistisch nicht einfach. Dass dies nicht immer gelingt, erregt aber ebenfalls viele Menschen, sagen wir: die Korrekten. Abgelaufenes zu verkaufen, das dürfe nicht sein.

Andere, die nur auf der Suche nach Heimatgefühl sind, sehen großzügig darüber hinweg, checken beim nächsten Besuch allenfalls das Haltbarkeitsdatum. Noch gibt es die Gelegenheit dazu. Noch hat Silla Voigt nicht geschlossen. Sie könnte ihren Laden weiterführen. Dafür müsste sie aber sowohl die Leidenschaftlichen bedienen als auch die Korrekten zufriedenstellen.

Spanische Übersetzung:

Hace tiempos que un tema no agitaba a la comunidad germanoparlante de Mallorca como la situación y el posible cierre del SAM. También por experiencia propia como clienta habitual puedo decir: esto se debe también a que para todos nosotros los productos y los sabores de la tierra natal significan muchísimo. Croquetas alemanas (sin relleno), salami (sin los grandes trozos de grasa de los embutidos españoles), licor de huevo para el pastel, zumo de ruibarbo para el refresco o pan de semillas que, incluso horneado a partir de masas precocidas, sabe mejor que las “alternativas” de los supermercados convencionales. Entre otras cosas. por eso iba yo al SAM. Por una cantidad que, en mi caso, nunca es de un solo dígito, pero tampoco llega a tres, me llevo una buena ración de nostalgia. El sobreprecio lo pago encantada. ¡Un surtido de 15.000 artículos! No es de extrañar que otros, cargados con bolsas térmicas, también recorran la isla por ello. Llevar un negocio „alemán“ en el extranjero y mantener una visión de conjunto no es nada fácil desde el punto de vista logístico. Que no siempre todo salga bien enfurece a otros, digamos: a los correctos, según los cuales vender productos caducados no debería ocurrir. Los que buscan los sabores de casa, lo pasan por alto; como mucho, en la siguiente visita comprueban la fecha de caducidad. Todavía existe la oportunidad de hacerlo. Silla Voigt aún no ha cerrado. Podría seguir llevando su tienda. Pero para ello tendría que atender tanto a los apasionados como satisfacer a los correctos.

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